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Maersk beendet das Jahr mit dänischem Rekordgewinn

Für Maersk lief das vergangene Jahr dank hoher Frachtraten extrem gut
© Foto: A.Carrasco Ragel/EFE/dpa/picture-alliance

Die Reederei hat von den enorm hohen Frachtraten 2021 profitiert und in einem Jahr so viel Geld verdient wie noch kein anderes dänisches Unternehmen zuvor.


Datum:
09.02.2022
Autor:
Stephanie Noll/dpa
Lesezeit:
3 min
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Kopenhagen. Die angespannten Lieferketten mit viel zu knappen Transportkapazitäten haben der dänischen Reederei Maersk 2021 einen Gewinn von 18 Milliarden US-Dollar eingebracht. Das sind mehr als sechsmal so viel wie im bereits profitablen ersten Corona-Jahr 2020.

Damit sorgte Maersk, zusammen mit MSC mit Abstand Branchenprimus unter den großen Containerreedereien, zugleich für einen dänischen Rekord: Nach Angaben der heimischen Nachrichtenagentur Ritzau hat noch nie zuvor ein dänisches Unternehmen in einem Jahr so viel Geld verdient wie Maersk 2021. Der Umsatz der Reederei sprang dank enorm gestiegener Preise für Containertransporte auf 61,8 Milliarden Dollar, wie die A.P. Møller - Mærsk A/S am Mittwoch in Kopenhagen mitteilte. Gegenüber 2020 ist das ein Plus von rund 55 Prozent.

Maersk weiterhin auf Expansionskurs

Unterdessen setzt Maersk den schon länger laufenden Ausbau des Reedereigeschäfts zu einem komplexen Logistikunternehmen fort: Für knapp 1,7 Milliarden US-Dollar übernehmen die Dänen Pilot Freight Services. Das US-Unternehmen bietet Logistik vor allem für große, unhandliche Waren von der sogenannten ersten bis zur letzten Meile an, also von der Bestellung der Ware bis zur Lieferung. Erst im November hatte Maersk die Übernahme des deutschen Fluglogistikers Senator International bekannt gegeben.

Wesentlicher Treibstoff für die Gewinnexplosion 2021 sind die enorm gestiegenen Frachtraten für Transporte auf See, die die Gewinne aller Container-Reedereien in diesem Jahr durch die Decke gehen lassen. Das gilt zum Beispiel auch für die größte deutsche Reederei Hapag-Lloyd, die ihre endgültigen Zahlen für 2021 im März vorlegt. Zum Maersk-Konzern gehört auch die deutsche Traditionsreederei Hamburg Süd.

Konzern rechnet mit Normalisierung der Lage erst in der zweiten Jahreshälfte

Die Corona-Pandemie hat die Fahrpläne der Linienreedereien extrem durcheinandergewirbelt - zum Leidwesen von Verbrauchern und Unternehmen, die seit Monaten zum Teil sehr lange auf bestellte Ware warten müssen. Zudem hat die vor allem in China und den USA früher und kräftiger als hierzulande angesprungene Konjunktur die Nachfrage nach Seetransporten derart erhöht, dass die Kapazitäten mehr als ausgeschöpft sind.

In der Branche wird derzeit mit einer Normalisierung in der zweiten Jahreshälfte 2022 gerechnet, so auch bei Maersk. Die Reederei geht im wichtigsten Segment Seeverkehr (Ocean) für 2022 nur noch von einem Wachstum von zwei bis vier Prozent aus, während der Segmentumsatz im vergangenen Jahr um 65 Prozent zugelegt hatte. Damit werde der Gewinn (vor Steuern und Zinsen, Ebit) nicht mehr ganz so hoch ausfallen wie im Vorjahr. (dpa/sn)

 

 

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