E$ssen/Düsseldorf. Begleitet von Kritik von Umweltschützern tritt kommenden Montag, 4. August, der Luftreinhalteplan mit neun Umweltzonen für das Ruhrgebiet in Kraft. In die Umweltzonen der neun Städte (Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Mülheim an der Ruhr, Dortmund, Recklinghausen) dürfen vom 1. Oktober 2008 an nur noch Fahrzeuge mit einer roten, gelben oder grünen Plakette fahren. Für Anwohner und Gewerbetreibende gibt es Übergangs- und Ausnahmeregelungen. Die Umweltschutzverbände hatten eine einheitliche Umweltzone für das komplette Ruhrgebiet statt der Insellösung gefordert. Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) lobte den Plan. 3,3 Millionen Menschen in 13 Ruhrgebietsstädten würden damit vor schadhaften Luftbelastungen wie Feinstaub und Stickstoffdioxid geschützt, erklärte er laut einer Pressemitteilung. Der Plan umfasst mehr als 80 Einzelmaßnahmen für Industrie, Kleingewerbe und Verkehr. Die Einrichtung von Umweltzonen werde zur schnelleren Modernisierung der Fahrzeugflotten führen, was nicht nur der Autoindustrie und dem KFZ-Handwerk, sondern auch den Menschen außerhalb der Umweltzonen zu Gute komme. Nach Auffassung des Bundes für Umwelt und Naturschutz, des Naturschutzbundes Deutschland und der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt reicht der Plan dagegen nicht aus, die ab 2010 rechtlich verbindlichen Grenzwerte einzuhalten. (dpa/sv)
Luftreinhalteplan mit Insellösung für Ruhrgebiet tritt in Kraft
In die Umweltzonen von neun Städten dürfen vom 1. Oktober 2008 an nur noch Fahrzeuge mit einer Umweltplakette fahre