Frankfurt. Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben sich in ihren Tarifverhandlungen heute auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Danach werden die Gehälter für die 34.000 am Boden beschäftigten Mitarbeiter rückwirkend zum 1. Juli 2008 zunächst um 5,1 Prozent erhöht, gab die Lufthansa heute per Mitteilung bekannt. Ab dem 1. Juli 2009 würden die Gehälter um weitere 2,3 Prozent angehoben, hinzu komme eine Einmalzahlung einschließlich einer ergebnisabhängigen Komponente je nach Geschäftsfeld von bis zu 2,4 Prozent einer Jahresgrundvergütung. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum 28. Februar 2010. Für die Mitarbeiter in der Kabine gibt es nach Angaben des Unternehmens ebenfalls einen Abschluss im gleichen Volumen "mit kabinenspezifischer Ausgestaltung". Dieser stehe jedoch im Hinblick auf die notwendige Tarifeinheitlichkeit für die Kabinenbeschäftigten unter dem Vorbehalt entsprechender Vereinbarungen zwischen Lufthansa und den Tarifpartnern Verdi und UFO. Der Tarifvertrag mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO läuft noch bis zum 31. Dezember 2008. Für Lufthansa-Verhandlungsführer und Konzernvorstand Stefan Lauer ist der Abschluss in Anbetracht des Tarifkonflikts mit mehreren Streiktagen ein Kompromiss, der allerdings das Unternehmen erheblich belastet: "Es ist sicherlich für beide Tarifpartner kein Abschluss im schmerzfreien Bereich. Er ist insgesamt nur vertretbar mit Blick auf die lange Laufzeit und der ergebnisbezogenen Einmalzahlungen", sagte er. Erforderlich sei aber, dass die erhöhten Kosten über eine verbesserte Produktivität aufgefangen würden. Nun wolle man versuchen, den Flugbetrieb so schnell wie möglich wieder normal anlaufen zu lassen. (stb)
Lufthansa: Einigung im Tarifkonflikt
Neuer Tarifvertrag: Gehälter des Bodenpersonals steigen zunächst um 5,1 Prozent / Unternehmen jedoch "erheblich belastet"