Frankfurt/Main. Lufthansa Cargo legt wegen der heftigen Einbrüche im Luftfrachtgeschäft zwei weitere Flugzeuge still. Die Flotte werde damit ab Oktober um insgesamt 30 Prozent reduziert, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch und bestätigte damit Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Auch die Kurzarbeit werde verschärft, sagte er. Statt der bisherigen 20 Prozent werde ab 1. Mai 25 Prozent weniger gearbeitet. Damit reagiert die Frachttochter der Deutschen Lufthansa auf die schwache Nachfrage. Im ersten Quartal war das Frachtaufkommen bei Lufthansa Cargo im Vergleich zum Vorjahr um fast 23 Prozent eingebrochen. Lufthansa Cargo hat eigenen Angaben zufolge derzeit eine Maschine in Leipzig stillgelegt. Eine weiterer soll in den nächsten Monaten folgen, zudem fällt durch veränderte Betriebsabläufe die Kapazität zweier weiterer Frachtmaschinen weg. Ab 1. Oktober will das Unternehmen nur noch mit 13 seiner 19 Frachtjets unterwegs sein. Weil Lufthansa Cargo auch die Frachtkapazitäten der Lufthansa- Passagierflieger vermarktet, sinkt das verfügbare Frachtvolumen allerdings nicht im gleichen Maße. Bei der Kurzarbeit setzt das Unternehmen ab Mai auf größere Flexibilität. Dabei stockt Lufthansa Cargo den Lohn der Mitarbeiter auf 90 Prozent des letzten Netto-Gehalts auf. (dpa)
Lufthansa Cargo legt erneut Flieger still
Flugzeugflotte wird wegen Einbrüchen im Luftfrachtgeschäft um 30 Prozent reduziert