Luftfahrtbranche sieht Versorgung mit Kerosin gesichert

27.05.2026 09:19 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Es gebe seitens der Lieferanten keine Anzeichen dafür, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet ist, sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Dieter Vranckx
© Foto: Lufthansa Cargo

Man erwarte im Sommer für den Flugverkehr keine Engpässe bei der Versorgung mit Kerosin, erklären Vertreter von Fraport und Lufthansa übereinstimmend.

Der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte erwartet keine Kerosin-Engpässen im Sommer. Der Fraport-Vorstandschef sagte gegenüber dem „Handelsblatt“, er sehe die Versorgung in Europa im Sommer gesichert. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Monaten in Europa und damit auch in Deutschland genügend Kerosin haben. Wenn es gut läuft, auch bis Jahresende“, so Stefan Schulte.

Fraport-Chef erwartet keine Engpässe im Flugverkehr

Selbst wenn es in irgendeiner Region der Welt doch einen Engpass geben sollte, sehe er keine Probleme, erklärte der Fraport-Chef. Auch Länder wie Indien oder China würden „sehr professionell durch Anlegen von Reserven“ mit der Situation umgehen. Hintergrund der Sorgen ist der andauernde Iran-Krieg und die damit verbundene Sperrung der Straße von Hormus, über die in Friedenszeiten mehr als 25 Prozent des in Europa benötigten Flugbenzins transportiert wird. Experten hatten mehrfach vor möglichen Engpässen gewarnt.

Lufthansa erwartet keinen Kerosinmangel

Auch Lufthansa-Vorstandsmitglied und Chief Commercial Officer, Dieter Vranckx, erwartet für den Sommer keinen Kerosinmangel. „An allen sechs europäischen Drehkreuzen der Lufthansa Group – Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom – sowie an anderen Flughäfen im Ausland gibt es von unseren Lieferanten keine Anzeichen dafür, dass die Treibstoffversorgung im Sommer gefährdet ist“, sagte Vranckx laut einer Mitteilung der Lufthansa.

Importe kommen verstärkt aus anderen Kontinenten

Knapp ein Viertel der für Europa bestimmten Kerosinlieferungen müsse die Straße von Hormus passieren, führte Vranckx aus. „Um diese ausbleibenden Lieferungen zu kompensieren, kommen Importe nun verstärkt aus anderen Kontinenten zu uns, beispielsweise aus Nordamerika und Afrika. Zudem haben europäische Raffinerien ihre Kerosinproduktion auf das maximale Level hochgefahren.“



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