München. Bundesweit wurden im 1. Halbjahr 2003 rund eine Million Quadratmeter Lagerflächen vermietet oder zur Eigennutzung errichtet, teilt der Immobiliendienstleister Jones Lang LaSalle mit. Dabei entfielen circa 590.000 Quadratmeter auf Gebiete außerhalb der fünf von Jones Lang LaSalle untersuchten Ballungsräume Berlin, Düsseldorf, Frankfurt mit Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München. Umsatzschwerpunkte waren dabei das Ruhrgebiet, der Rhein-Neckar Raum, die Region um Kassel, Hannover und Landshut. Insgesamt lag das Volumen hier bei 500.000 Quadratmetern. Häufig bestimme bei den Mietvertragsabschlüssen oder eigengenutzten Flächen in solchen Regionen die Nähe zur Produktionsstätte die Standorte der Lagerhallen. Nicht unbedeutend seien aber auch niedrigere Grundstücks- und Personalkosten, die Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke und eine gute Verkehrsinfrastruktur, insbesondere Nähe zum Autobahnnetz. Lagerflächen in und um die Hochburgen werden bevorzugt, wenn die Nähe zu den Absatzmärkten gesucht wird, Flughäfen für Luftfracht benötigt werden oder das bestehende Distributionsnetz lediglich erweitert oder modernisiert wird. Bei bundesweit sehr ähnlichen Baukosten werden die Mietpreise immer stärker durch die Grundstückspreise bestimmt, die zwischen 30 Euro und 60 Euro pro Quadratmeter in den Regionen und 150,00 Euro bis 200 Euro pro Quadratmeter für logistikgeeignete Grundstücke in den genannten Ballungsräumen liegen. Da etwa die doppelte Grundstücksfläche im Verhältnis zur Nutzfläche benötigt wird, spielen die Grundstückspreise in der Gesamtkalkulation eine entscheidende Rolle. (vr/sv)
Logistikimmobilien: Ballungsräume weniger gefragt
Grundstückspreise entscheidend für Gesamtkalkulation