Logistikbranche: 5,5 Prozent Wachstum

18.12.2008 16:51 Uhr
LKW im Wald
Logistikbranche verzeichnet 5,5 Prozent Wachstum
© Foto: Project Photos/GWV

Die Logistikbranche beschließt das Jahr 2008 mit einem Umsatzwachstum von 5,5 Prozent. Fürs kommende wird erstmals seit sechs Jahren kein Wachstum erwartet

Düsseldorf. Die Erträge der Transport- und Logistikdienstleister geraten zunehmend unter Druck. Dies liegt nicht nur an der aktuellen Rezession, sondern insbesondere auch an den weiter steigenden Transportkosten. In diesem Zusammenhang kann sich der Einsatz von „Grüner Logistik“ zur Erfolg versprechenden Zukunftsstrategie entwickeln. Zu diesen Ergebnissen kommt die IKB Deutsche Industriebank AG in ihrem jüngsten Branchenbericht. Trotz des konjunkturellen Abschwungs und der weltweiten Finanzkrise wird die deutsche Transport- und Logistikbranche in 2008 mit etwa 5,5 Prozent noch einmal spürbar zulegen und ein Umsatzvolumen von etwa 90 Milliarden Euro generieren. Allerdings haben sich die Erwartungen für 2009 deutlich verschlechtert. Erstmals seit 2002 wird die Branche kein reales Wachstum erzielen. Nominal dürfte sie noch eine geringe Steigerung von zirka ein Prozent erreichen, die Anzahl der Insolvenzen wird allerdings deutlich zunehmen. Insbesondere für Transportunternehmen im Straßengüterverkehr wird 2009 ein kritisches Jahr. „Die anstehende Mauterhöhung erweist sich als schwere Bürde. Im langfristigen Trend ist zudem aus IKB-Sicht wieder von steigenden Dieselpreisen auszugehen. Der Anstieg der Gesamtkosten wird durch das schwache Wachstum der Umsatzerlöse nicht kompensiert, weshalb die Gewinne schrumpfen werden“, so IKB-Branchenanalyst Claus Korschinsky. Der weitere Anstieg der Transportkosten sowie das klimapolitische Ziel der Senkung von Treibhausgasemissionen erfordern eine Strategieanpassung. „Je früher die Ausweitung ressourcen- und umweltschonender Maßnahmen zum festen Bestandteil der eigenen Geschäftsstrategie wird, desto besser wird ein Logistikunternehmen für die anstehenden Herausforderungen gewappnet sein“, so das Fazit von Korschinsky. Hierzu zählen nicht nur optimiertes Flottenmanagement, der Einsatz von Kraftstoff sparenden Fahrzeugen oder Fahrerschulungen; vielmehr gilt es auch den Verkehrsträgermix kompletter Transportketten neu zu gestalten. Der kommplete IKB-Bericht zum Download siehe Kasten unten

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