-- Anzeige --

Logistik-Indikator: Aussichten trüben sich weiter ein

Verwerfungen sind spürbar und werden die Branche ins neue Jahr begleiten, sagt der BVL-Vorstandsvorsitzende Thomas Wimmer
© Foto: BVL

Im vierten Quartal zeigt der Logistik-Indikator nach unten, dabei schätzen Verlader in Industrie und Handel die Situation positiver ein als die Logistikdienstleister.


Datum:
13.12.2021
Autor:
Thomas Burgert
Lesezeit: 
4 min
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Bremen. Die deutsche Logistikwirtschaft beurteilt die allgemeine Lage zunehmend skeptischer. Dies geht aus dem Logistik-Indikator hervor, den das Ifo-Institut im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen seiner Konjunkturumfragen erstellt. Der Indikator notiert im vierten Quartal bei einem „noch zufriedenstellenden“ Stand von 99,4 Punkten, wie der BVL mitteilte. Die Geschäftslage werde zwar noch häufig günstig beurteilt, dies aber seltener als zuletzt. Die Geschäftsaussichten hingegen trübten sich weiter ein. Kaum mehr Firmen blickten „zuversichtlich auf das kommende halbe Jahr“.

„Immerhin – das Geschäftsklima der Logistik insgesamt erweist sich um einige Punkte besser als zum Jahreswechsel 2020 zu 2021“, sagte der BVL-Vorstandsvorsitzende Thomas Wimmer, fügt jedoch hinzu: „Aber vor zwölf Monaten hatten wir die Hoffnung, dass es nach schmerzhaften Lockdowns und dem Beginn der Impfungen kontinuierlich aufwärts gehen würde. Realität sind derzeit dramatisch steigende Preise und abnehmende Lagerbestände bei Industrie und Handel, schrumpfende Auftragsbestände bei den Logistikdienstleistern. Die deutsche Wirtschaft erlebt reduzierte Wertschöpfung und ein eingeschränktes Weihnachtsgeschäft.“ Verwerfungen seien spürbar und würden die Branche ins neue Jahr begleiten, so Wimmer.

Logistikdienstleister schätzen die Lage kritischer ein

Dabei schätzen Verlader in Industrie und Handel die Situation positiver ein als die Logistikdienstleister. Bei Letzteren nahm die Zufriedenheit mit der Geschäftslage merklich ab, so das Info-Institut. Die Geschäftserwartungen seien „nur noch mancherorts von Zuversicht geprägt“. Eine deutliche Mehrheit der Unternehmen fasse Preiserhöhungen ins Auge.

Bei den Logistikdienstleistern dürfe vermutet werden, dass „sich die Reeder in ihren Votings zurückgehalten haben“, kommentierte Wimmer. „Denn die Linienreedereien verdienen zurzeit mehr Geld als in den letzten zehn Jahren zusammen. Das wird wohl auch im kommenden Jahr 2022 so bleiben.“ (tb)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.