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LNG-Terminal: Neue Pipeline soll im Rekordtempo entstehen

Noch vor Weihnachten soll LNG über die Pipeline bei Wilhelmshaven eingespeist werden können (Symbolbild)
© Foto: alexyz3d / stock.adobe.com

Ende des Jahres soll über ein Terminal in Wilhelmshaven Flüssigerdgas importiert werden, eine notwendige Leitung soll nun in Rekordgeschwindigkeit entstehen.


Datum:
05.08.2022
Autor:
Thomas Burgert/dpa
Lesezeit: 
4 min
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Um das erste schwimmende Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Wilhelmshaven an das Gas-Fernleitungsnetz anzubinden, soll in den kommenden Monaten in Ostfriesland mit Rekordtempo eine neue Pipeline entstehen. Noch aber fehlt für die Leitung ein Planfeststellungsbeschluss – auf einer Baustelle in Friedeburg im Landkreis Wittmund begannen am Donnerstag, 4. August, dennoch offiziell die vorbereitenden Arbeiten für die rund 26 Kilometer lange Pipeline.

Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) und der technische Geschäftsführer des Gasnetzbetreibers Open Grid Europe (OGE), Thomas Hüwener, sowie Vertreter beteiligter Baufirmen gaben mit einer Unterschrift auf dem ersten zu verbauenden Pipeline-Rohr das Startsignal für die Arbeiten. Über die Leitung soll schon Ende des Jahres das angelieferte Flüssigerdgas nach seiner Umwandlung in gasförmigen Zustand ins deutsche Gasnetz eingespeist werden. Bereits ab dem 22. Dezember solle mithilfe der Pipeline Gas über den neuen Anleger importiert werden, sagte Energieminister Lies.

Pipeline soll künftig auch Wasserstoff transportieren können

„Wir werden alles dafür tun, vor Weihnachten fertig zu sein“, sagte OGE-Manager Hüwener. Bis zu 800 Arbeiter sollen auf den Baustellen im Einsatz sein. Dass die Leitung so schnell gebaut werden könne, liege an dem hohen Tempo, das Politik, Behörden, Landpächter und Unternehmen vorlegten. Genehmigung, Planung und Bau liefen innerhalb von nur zehn Monaten ab. „Üblicherweise braucht man dafür acht Jahre in diesem Land“, sagte Hüwener. Die OGE investiert für die Pipeline rund 150 Millionen Euro. Sie soll dabei so ausgelegt sein, dass sie künftig auch Wasserstoff transportieren kann.

Die neue unterirdische Leitung verbindet das LNG-Terminal mit dem nächsten Anschluss an das Gas-Fernleitungsnetz im ostfriesischen Etzel. Anfangs soll die Leitung eine jährliche Kapazität von bis zu zehn Milliarden Kubikmetern haben, mit einem weiteren Ausbau des Gasnetzes im Hinterland sind mittelfristig laut OGE bis zu 28 Milliarden möglich. Die Leitung könne daher künftig auch Gas von mehreren schwimmenden LNG-Terminals transportieren, sagte Hüwener. Energieminister Lies bestätigte, dass es zurzeit Überlegungen mit dem Bund für weitere LNG-Terminals in Wilhelmshaven gebe. (tb/dpa)

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