Potsdam. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen gab es bislang nicht mehr die früher üblichen großen Lastwagenstaus an den Übergängen zu Polen. Die ersten Erfahrungen nach dem 21. Dezember seien positiv, sagte Lothar Wiegand, Sprecher des Infrastrukturministeriums, heute in Potsdam. „Die Lage hat sich deutlich entspannt.“ Das heiße aber nicht, dass es keine Staus mehr geben werde. In Brandenburg können Laster ohne Beschränkung die Übergänge in Schwedt auf der Bundesstraße B 166, Frankfurt (Oder) auf der Autobahn A 12, Guben auf der Bundesstraße B 112 und Forst auf der Autobahn A 15 nutzen. In den vergangenen Jahren standen LKW vor allem auf der A 12 Berlin-Frankfurt (Oder) kilometer- und stundenlang im Stau. Nach den Worten von Wiegand ist auf der A 12 zwischen Briesen und der Grenze die neue Verkehrsregelungsanlage im Probebetrieb. Sie erfasse PKW- und LKW-Verkehr getrennt und errechne eine Geschwindigkeit, die zu bestimmten Zeiten angezeigt werde, erläuterte er. Das Tempolimit sei somit abhängig vom Verkehrsaufkommen. Zudem warne die Anlage vor Staus. Die A 12 passieren binnen 24 Stunden im Schnitt 30.000 bis 35.000 Fahrzeuge. An den Grenzübergängen zu Polen bleiben die teilweise bestehenden Beschränkungen für den LKW-Verkehr auch nach dem Wegfall der Passkontrollen bestehen. Polen habe entsprechende Wünsche Brandenburgs abgelehnt, sagte Wiegand. „Wir hatten eine Freigabe empfohlen.“ Die Infrastruktur gebe dies her und auch für die regionale Wirtschaft sei dies von Vorteil. So seien an den Übergängen Rosow und Hohenwutzen die Durchfahrt für LKW mit mehr als 3,5 Tonnen verboten und beim Übergang Küstrin-Kitz für Laster mit mehr als 7,5 Tonnen. (dpa/sb)
LKW-Verkehr profitiert vom Wegfall der Grenzkontrollen
Nach dem Betritt Polens zum Schengenraum gibt es keine großen Grenzstaus mehr