Hamburg. Der von Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle ins Auge gefasste Verkauf der Sparte „Material Handling“ wird wohl überlegt über die Bühne gehen. Eine mögliche Entscheidung werde mit großer Wahrscheinlichkeit erst im Herbst anstehen. Das versicherte Reitzle heute in Hamburg auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung des zum Linde-Konzerns gehörenden Flurfördermittel-Herstellers Still GmbH. Zudem habe Reitzle auf der Versammlung „klare Zusagen“ bezüglich der Sicherheit der Arbeitsplatzsicherheit gemacht. Der Vorstandschef betonte, dass es für die Mitarbeiter „keinen Grund zur Unruhe“ gebe. Der Verkauf der Material Handling-sparte, zu der neben Still auch die Produkte von Linde sowie von OM (Italien) gehören, rückte auf die Tagesordnung, nachdem Vorstandschef Reitzle angekündigt hatte, den englischen Anbeiter von Industriegasen BOC für umgerechnet rund zwölf Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Damit verbunden sei die Neuausrichtung und Konzentration des Wiesbadener Linde-Konzerns auf den Gas-Bereich, der durch sehr hohe Zuwachsraten und interessante Renditen gekennzeichnet ist. Ein möglicher Verkauf der Flurfördermittel-Sparte könnte nach Branchenkennern rund 3,6 Milliarden Euro in die Kasse spülen. In diesem Segment beschäftigt der Konzern insgesamt 18.000 Mitarbeiter. Allein bei Still in Hamburg sind rund 1800 Beschäftigte. (eha)
Linde: Verkaufsentscheidung der Stapler-Sparte nicht vor Herbst
Konzernchef Reitzle gibt Mitarbeitern Zusagen zur Arbeitsplatzsicherheit