Als Grund nennt das Unternehmen das unerwartet umsatzschwache zweite Quartal. Im ersten Halbjahr 2002 hat der Logistikdienstleister seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 155 Prozent auf knapp 32 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) drehte in der gleichen Zeit aber deutlich ins Minus. Erwirtschaftete das Unternehmen in der ersten Hälfte 2001 noch ein operatives Ergebnis (Ebit) von fast700.000 Euro so sind es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres minus 1,2 Millionen Euro. Ursache sei der konjunkturbedingte Geschäftseinbruch im zweiten Quartal im Bereich Konsumelektronik, der zu einer massiven Unterauslastung im Unternehmensbereich Logistics Operating geführt habe. Hinzu kämen ein unerwartet hoher Margendruck bei einer Tochtergesellschaft, anhaltend hohe Integrationskosten der Beteiligungen, sowie erhöhte Personal- und Verwaltungskosten. Im dritten Quartal würden diese negativen Einflussfaktoren die Ertragslage nochmals deutlich belasten. Vor diesem Hintergrund erwarte das Unternehmen nun auch für das Gesamtjahr ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Noch bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal wurde ein Umsatz von knapp 70 Millionen Euro und ein Ebit zwischen drei und vier Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ohne Restrukturierungskosten rechnet das Management der Spedition jetzt mit einem Verlust auf Ebit-Basis von 2,8 Millionen Euro. 2003 wolle das Unternehmen aber zur Profitabilität zurück kehren. Dazu sollen die Kosten an das derzeitige Geschäftsvolumen angepasst werden. Nähere Details und den vollständigen Halbjahresbericht will das Unternehmen am 26. August vorlegen.
Lila Logistiker tragen rot
Mit den Halbjahreszahlen kam der Stimmungsumschwung bei der am Neuen Markt notierten Spedition Müller – Die lila Logistik: Statt mit Gewinnen rechnet das Unternehmen für das laufende Jahr jetzt mit roten Zahlen.