-- Anzeige --

Lega will Geschwindigkeitslimit auf italienischen Autobahnen erhöhen

Bisher dürfen Kraftfahrzeuge auf italienischen Autobahnen maximal 130 Stundenkilometer fahren
© Foto: Marc Xavier/stock.adobe.com

Das Geschwindigkeitslimit auf italienischen Autobahnen liegt für Kraftfahrzeuge bei 130 Stundenkilometern. Eine Partei will die erlaubte Höchstgeschwindigkeit jetzt auf 150 anheben.


Datum:
20.11.2018
Autor:
Stéphanie Mercier
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Rom. Die italienische Partei Lega möchte das Geschwindigkeitslimit auf italienischen Autobahnen anheben. Ihre Forderung ist, die Höchstgeschwindigkeit von bislang 130 Stundenkilometern auf 150 zu erhöhen.

Die Polizeiverbände sprechen sich vehement gegen die Forderung aus. Die Anhebung der Höchstgeschwindigkeit berge für alle Verkehrsteilnehmer – sowohl für Autofahrer als auch für Kraftfahrer – eine erhöhte Unfallgefahr. Der Zeitvorteil bei Fahrten sei zudem minimal. Giordano Biserni, Präsident der ASAPS (Associazione Sostenitori e Amici Polizia Stradale), erinnert zudem daran, dass im italienischen Straßenverkehrskodex bereits eine Möglichkeit verankert sei, auf dreispurigen Autobahnen das Geschwindigkeitslimit auf 150 Stundenkilometer anzuheben. Bislang habe allerding keiner der zahlreichen Konzessionsinhaber in Italien für seine Autobahnbereiche davon Gebrauch gemacht.

Zuletzt gingen die Unfallzahlen zurück

Auch sei eine Anhebung des Geschwindigkeitslimits vor allem vor dem Hintergrund des Rückgangs der Unfallzahlen aufgrund des Tutor-Systems zur Geschwindigkeitsmessung absurd, kritisierten die Polizeiverbände weiter. Eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern fördere das Rasen auf den Autobahnen und führe selbst bei 200 Stundenkilometern gerade einmal zu einem Bußgeld in Höhe von 169 Euro und drei Punkten Abzug in der italienischen Verkehrssünderkartei.

Verlängerter Bremsweg

Vor allem aber der verlängerte Bremsweg ist für die Polizei Grund genug, sich vehement gegen den Lega-Vorschlag auszusprechen: Auf trockener Straße verlängere sich der Bremsweg von 93,14 Metern (bei 130 km/h) auf 124,01 Meter (bei 150 km/h). Auf nasser Fahrbahn hingegen von 130,4 Metern auf 173,71 Meter.

Bereits in 2001 gab es in Italien einen ähnlichen Vorschlag zur Anhebung des Geschwindigkeitslimits. Er war gescheitert. (nja/stm)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.