Frankfurt. Die deutsche Leasingbranche hat aufgrund der schwierigen konjunkturellen Bedingungen ein "schwieriges" Jahr hinter sich. "Zum ersten mal seit 1994 konnte die Branche ihr Vorjahresergebnis nicht erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende der VR-Leasing AG, Reinhard Gödel, anlässlich der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2002 am Donnerstag in Frankfurt. Grund für die schwachen Zahlen sei unter anderem die Investitionszurückhaltung im deutschen Mittelstand. Die VR-Leasing musste 2002 im deutschen Markt einen Rückgang des Geschäfts um 17 Prozent hinnehmen. Kompensiert wurde dies jedoch durch ein überdurchschnittliches Wachstum von 29 Prozent in Osteuropa. Insgesamt wurden in 2002 93.000 neue Leasingverträge abgeschlossen, knapp ein Drittel davon in den Mittel- und Osteuropäischen (MOE) Staaten. Das Ergebnis in Höhe von 14 Millionen Euro lag insgesamt deutlich unter dem Vorjahreswert (25 Millionen Euro). Für das laufende Jahr erwartet Gödel 100.000 neue Abschlüsse, wovon sogar knapp 50 Prozent auf die MOE-Staaten entfallen dürften. Die VR Leasing hat laut Gödel die Spezialisierung im Fahrzeugsektor weiter ausgebaut. Eine Kooperation mit der Dekra AG für den Bereich Fuhrparkmanagement wurde inzwischen beendet. Das komplette Flottenmanagement werde VR-Leasing künftig eigenständig anbieten. Seit Januar 2003 gehört der Unternehmensbereich "Transportation" , zu dem auch das Geschäft mit Nutzfahrzeugen gehörte, zu dem Unternehmensbereich "Automotive". Im Nutzfahrzeugmarkt sieht die Leasinggesllschaft die Zukunft im Fuhrparkmanagement sowie ergänzenden Serviceleistungen wie Wartung und Reparatur. Die VR-Leasing gehört zu den führenden herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften in Europa. Sie ist die Leasinggesellschaft im Finanzverbund der Volksbanken Raiffeisenbanken. (vr/diwi)
Leasingbranche spürt Investitionszurückhaltung
VR-Leasing macht rund ein Drittel aller Geschäfte in den osteuropäischen Staaten