Der Flugzeugbauer Airbus hat von Gulf Air einen milliardenschweren Großauftrag über 35 Flugzeuge erhalten. Die staatliche Bahrain-Airline orderte 15 Airbus A320 und 20 Airbus A330-300, teilte Gulf Air und Airbus heute auf der Luftfahrtschau ILA in Berlin-Schönefeld mit. Der Listenpreis liegt bei rund 4,86 Mrd Dollar (3,1 Mrd Euro). Mit der neuen Order wird Gulf Air seine Airbus-Flotte mehr als verdoppeln. Die Auslieferung der Flugzeuge soll in den nächsten fünf Jahren erfolgen. (dpa) Kooperation - Europas größter Autobauer Volkswagen will zusammen mit dem japanischen Elektronikhersteller Sanyo besonders leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus für elektrische Antriebe entwickeln. Das teilte VW heute in Wolfsburg mit. „Neben noch effizienteren Verbrennungsmotoren werden wir in Zukunft auch verstärkt auf elektrisch angetriebene Automobile setzen“, erklärte VW-Chef Martin Winterkorn. Die Kooperation mit Sanyo sei „ein wichtiger Schritt“ für Volkswagen. Eine emissionsfreie Fahrt im reinen Elektrobetrieb sei bisher nur mit begrenzten Geschwindigkeiten oder Reichweiten möglich. Umso wichtiger sei die Entwicklung neuer Akkus, die durch Kapazität, Größe, Gewicht und Kosten einen effizienteren Einsatz in den Autos von morgen ermöglichen, so Winterkorn. Die ersten Konzernautos mit dieser Technik seien schon 2010 möglich. (dpa) Politik Klage - Die Fraktion der Linken klagt gegen die Regierung wegen der Privatisierung zweier Tochter-Unternehmen der Deutschen Bahn. Seine Fraktion habe beim Bundesverfassungsgericht eine Organklage eingereicht, teilte Linke-Fraktionschef Gregor Gysi heute in Berlin mit. Die Regierung habe den Bundestag nicht mit dem Verkauf der beiden hundertprozentigen Tochter-Unternehmen befasst. Das verstoße gegen die Rechte des Parlaments, über alle Belange des Bundeshaushalts zu entscheiden. (dpa) Protest - In Bulgarien haben Spediteure aus dem ganzen Land heute gegen die nach ihrer Meinung überhöhten Preise für Dieseltreibstoff protestiert. Sie verlangten von der Regierung eine Teilrückzahlung der Verbrauchssteuer auf Diesel. Die Spediteure blockierten mit rund 100 LKW den Verkehr auf der Ringautobahn um die Hauptstadt Sofia, Taxifahrer protestierten im Zentrum für bessere Regeln ihrer Branche. Volksvertreter der rechts gerichteten Opposition brachten unterdessen im Parlament einen Gesetzentwurf ein zur Herabsetzung der Mehrwertsteuer von nun 20 auf 18 Prozent. Dies soll nach dem Entwurf zum 1. Juli erfolgen. Dies sei vom Staatshaushalt zu verkraften, da bis Ende 2008 ein Etatsüberschuss von umgerechnet drei Milliarden Euro erwartet werde. Die Regierung nahm zunächst dazu keine Stellung. (dpa) Wirtschaft Feinstaub - Eine Citymaut zur Vermeidung von hohen Feinstaub-Werten in deutschen Innenstädten ist nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ungeeignet. Das Beispiel London zeige, dass eine Abgabe praktisch keine Verbesserungen bei der Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden gebracht habe, teilte das arbeitgebernahe IW heute in Köln mit. Da die neu eingerichteten Umweltzonen in Köln, Berlin und Hannover - Fahrzeuge dürfen dort nur mit Feinstaubplaketten einfahren - für Auswärtige schwer durchschaubar seien, werde in manchen Städten als Alternative über eine Citymaut nachgedacht. Auch die EU-Kommission hatte eine solche Gebühr ins Gespräch gebracht. (dpa)
Kurz vermeldet: 28. Mai 2008
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