Der Biodieselhersteller Ecomotion drosselt die Produktion in seinen Werken in Malchin (Kreis Demmin) und Sternberg (Kreis Parchim). Grund sei die Bundestagsentscheidung, die Beimischungsmengen von Biokraftstoffen zum herkömmlichen Benzin und Diesel in diesem Jahr rückwirkend zu kürzen, berichtete die „Schweriner Volkszeitung“ (Montag). Ecomotion-Manager Robert Figgener sagte dem Blatt, das Unternehmen halte an der im Februar begonnenen Kurzarbeit fest. Auf dem Biospritmarkt, der nach Steuererhöhungen ohnehin schon am Boden lag, werde der Absatz jetzt noch schwieriger. Für die Werke würden Absatzalternativen im Ausland gesucht. (dpa) Politik Entführung -Piraten haben am Samstagmorgen nahe Somalia erneut ein deutsches Schiff entführt. Wie ein Sprecher der 5. US-Flotte bestätigte, handelt es sich um den Frachter „Patriot“, der unter maltesischer Flagge fährt. Die Piraten hätten das Schiff im Golf von Aden knapp 300 Kilometer südöstlich der Küstenstadt Muqalla (Jemen) in ihre Gewalt gebracht. Bei dem Schiff handle es sich um einen 31 000 Tonnen schweren Getreidefrachter. An Bord des Frachters sind keine Deutschen, sagte ein Sprecher der EU-Mission „Operation Atalanta“. Der Frachter sei nun auf dem Weg zur somalischen Küste. Zur Reederei oder Lösegeldforderungen machte der Sprecher keine Angaben. (dpa) Lärmschutz -Die Bahn hat am Wochenende bei Bingen im Mittelrheintal ein bundesweit einmaliges Lärmschutzprojekt gestartet. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und sein rheinland-pfälzischer Amtskollege Hendrik Hering (beide SPD) stellten die Versuchsgleisstrecke mit besonderer Dämpfung am Montag an Ort und Stelle vor. Die auf 700 Meter Gleislänge geplanten Schienendämpfer verschiedener Hersteller seien so abgestimmt, dass sie besonders laute Frequenzen dämpfen könnten, teilte das rheinland- pfälzische Verkehrsministerium in Mainz am Freitag mit. Der Bund habe für 2009 und 2010 für sieben neue Bahnlärmschutz-Projekte im vielbefahrenen Welterbe Oberes Mittelrheintal insgesamt rund zwölf Millionen Euro aus seinen beiden Konjunkturprogrammen bereitgestellt. (dpa/ag) Finanzierungsproblem -Die Reihe der Internationalen Ostbrandenburger Verkehrsgespräche wird eingestellt. Es sei nicht gelungen, die für dieses Jahr geplanten Tagungen zu finanzieren, teilte der Begründer der Verkehrsgespräche, Karl-Heinz Boßan, am Montag in Frankfurt (Oder) mit. Boßan äußerte die Befürchtung, dass mit der Absage der Logistikstandort Frankfurt (Oder) geschwächt werde. Seit 1999 hatten Experten aus Deutschland und Polen in der Reihe bei 35 Verkehrsgesprächen Fragen der Infrastrukturentwicklung diskutiert. (dpa) Verbände Protest -Scharfe Kritik an der Erhöhung der LKW-Maut hat der Verein Bremer Spediteure am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs geübt. Inmitten der „größten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren“ entziehe der Staat damit der Volkswirtschaft 1,6 Milliarden Euro. Die Spediteure seien wirtschaftlich nicht in der Lage, die höhere Maut selbst zu tragen, sondern müssten die Mehrkosten im vollen Umfang weiterberechnen. (ag)
Kurz vermeldet: 27. April 2009
Aktuelle Kurznachrichten und Unternehmensmeldungen des Tages