Kurz vermeldet: 14. September 2011

14.09.2011 10:18 Uhr

Aktuelle Kurznachrichten und Unternehmensmeldungen des Tages

Verbände

Lang-LKW – Der Spediteursverband DSLV hat die Bremer Blockadehaltung zum Lang-LKW kritisiert. Die Entscheidung des Bremer Senats, zwei knapp 20 Kilometer lange Teilstücke der Bundesautobahnen A 1 und A 27 für den geplanten Feldversuch mit zu sperren, stößt beim DSLV auf Unverständnis. Durch diese Haltung würden faktisch alle Autobahnstrecken im westlichen Niedersachsen und die Seehäfen Emden, Bremerhaven und Cuxhaven für die überlangen LKW vom restlichen deutschen Autobahnnetz abgeschnitten. DSLV-Präsident Mathias Krage kritisierte, dass sich ein einzelner Stadtstaat anmaße, in Sachen Feldversuch für sein Nachbarland mit zu entscheiden und den landseitigen Zugang zu den niedersächsischen und bremischen Seehäfen zu blockieren. (sb) 

Wirtschaft

E10-DebatteTrotz der erheblichen Absatzprobleme will der Chef des Mineralölkonzerns Shell, Peter Voser, den Biosprit E10 in Deutschland nicht aufgeben. "Politik, Unternehmen, Verbände und Autohersteller sollten alles daran setzen, E10 gesellschaftsfähig zu machen", sagte Voser in BerlinBiokraftstoffe könnten in Deutschland und weltweit dazu beitragen, den CO2-Ausstoß im Verkehr um 70 bis 90 Prozent zu verringern. "Wir machen es in anderen Ländern auch, aber in Deutschland wurden wir von der Wucht des Gegenwindes sehr überrascht." Es sei ein schwieriger Weg, die Autofahrer von E10 zu überzeugen. "Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut", sagte Voser am Rande des Shell-Energie-Dialogs. (dpa)

Politik

A100-Verlängerung - Die Berliner Grünen wollen nach der Wahl am Sonntag ihre Absage an eine Verlängerung der Autobahn A 100 zu einem Knackpunkt einer möglichen Koalition mit der SPD machen. "Es wird keine grüne Unterschrift unter einen Koalitionsvertrag geben, der die Verlängerung der A 100 vorsieht", bekräftigte der Berliner Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. "Wir brauchen eine nachhaltige Infrastruktur und können uns die Subventionsmentalität nicht mehr leisten, nach der in Berlin sinnlos 420 Millionen Euro für drei Kilometer Autobahn ausgegeben werden, nur weil das Geld überwiegend vom Bund kommt." Statt des Autobahnstücks von Neukölln nach Treptow sei eine Ertüchtigung der vorhandenen Straßen nötig. (dpa)

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