Politik
Verteidigung - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die geplante Flug-Abgabe gegen harsche Kritik aus der Luftfahrtbranche verteidigt. Je Ticket werde es sich um einen Betrag von etwa 8 bis 14 Euro handeln, erklärte Ramsauer am Donnerstag in einem Schreiben an die Koalitionsfraktionen, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. "Diese Mehrkosten für die Flugpassagiere sind sowohl für Urlaubs- als auch für Geschäftsreisen vertretbar." Der Minister verwies darauf, dass bei manchen Fluglinien die Mitnahme eines Gepäckstücks 20 Euro koste. Die Grünen forderten, die Einnahmen nicht in den allgemeinen Etat, sondern in Entwicklungshilfe und Klimaschutztechnik zu lenken. (dpa)
Unternehmen
Luftfracht - Laut der World Air Transport Statistics der IATA ist Korean Air zum sechsten Mal nacheinander Nummer 1 in der weltweiten kommerziellen Luftfracht. Im Jahr 2009 beförderte Korean Air insgesamt 8,225 Milliarden Fracht-Tonnenkilometer (FTK) im Linienverkehr, gefolgt von Cathay Pacific mit 7,722 Milliarden FTK und der Lufthansa mit 6,660 Milliarden FTK. Korean Air hält die Spitzenposition ununterbrochen seit 2004 und gehört seit 1993 durchgehend zu den Top 3 im Frachtgeschäft. Den Grund für den Erfolg sieht die Airline bei den großen Wachstumsmöglichkeiten im zentralasiatischen Markt, weshalb Korean Air den Navoi International Airport zu einem Frachtdrehkreuz für Zentralasien entwickelt und ihr weltweites Frachtnetz ausgebaut habe. (ab)
Verkehr
Y-Trasse - Bei der Bewältigung des wachsenden Güterverkehrs von den Häfen ins Binnenland setzt Niedersachsen vor allem auf den Bau der Y-Trasse. Alle Szenarien setzten den Bau der neuen Bahntrasse von Hannover Richtung Hamburg und Bremen voraus, sagte Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) am Donnerstag im Landtag. Ein Antrag der Grünenfraktion auf Untersuchung von Alternativen fand im Parlament keine Mehrheit. Das Land brauche kein Geld für Studien auszugeben, die nie umgesetzt würden, meinte Bode. Niedersachsen bemühe sich mit der Bahn um Beseitigung von Engpässen im bestehenden Netz und unterstütze Pläne zur Nutzung der Heidebahn für Güterzüge. (dpa)
Erwischt - Die Hamburger Wasserschutzpolizei hat am Mittwochabend einen sturzbetrunkenen Kapitän auf der Elbe ertappt. Aufgefallen war der Schiffsführer des 80 Meter langen Frachters "Liv Kristin", weil er ohne Anmeldung das Fahrwasser bei Brunsbüttel passierte. Auf einen Funkspruch der Polizei meldete sich der 46- Jährige nicht zurück. Ein Lotse ging darauf an Bord und manövrierte das Schiff in die Alte Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals. Dort stellten Beamte bei dem Kapitän nach einem Alkoholtest 2,59 Promille fest. Der Mann musste zur Ausnüchterung das Schiff stoppen und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 4000 Euro zahlen. (dpa)