Unternehmen
Eigenständigkeit - Panalpina und die NYK Group haben beschlossen, ihre aktuelle Zusammenarbeit in Japan neu abzustimmen. Panalpina Japan wird das gesamte Luft- und Seefrachtgeschäft ab Januar 2010 im eigenen Haus abwickeln. Panalpina wird jedoch weiterhin in anderen Ländern die Interessen der NYK-Tochtergesellschaft Yusen Air & Sea Service wahrnehmen. (sb)
Wirtschaft
Winterschlaf - Angesichts der Wirtschaftskrise hat der Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe einen "Winterschlaf" für die Terminals gefordert. "Es wäre falsch, jetzt Anlagen zurückzubauen, denn wenn es wieder losgeht, brauchen wir diese Kapazitäten", sagte Detthold Aden dem "Weser Kurier". Stattdessen müsse das Bundesverkehrsministerium ein Programm auflegen, das die Unternehmen unterstützt, wenn sie ihre Terminals vorübergehend stilllegen. Sie müssten dafür Zinsen und Abschreibungen vom Bund erhalten. Wegen der Krise ist der Containerumschlag in den Häfen um 20 Prozent gesunken, der Autoumschlag um die Hälfte. (dpa)
Gewerkschaftsfusion - Die Bahn-Gewerkschaften GDBA und Transnet planen nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ eine Fusion. Dadurch soll die gewerkschaftliche Schlagkraft erhöht werden. Grund für den Zusammenschluss sei der Mitgliederschwund bei beiden Gewerkschaften. So habe die GDBA nur noch 42. 000 Mitglieder, bei Transnet sei die Mitgliederzahl um fünf Prozent auf rund 227.690 zurück gegangen. Eine Fusion würde die Position der Arbeitnehmervertretung gegenüber Bahn- Vorstand und Politik stärken, hieß es. Eine Entscheidung soll bis zum Jahresende gefallen sein. Transnet-Sprecher Michael Klein sagte, beide Gewerkschaften intensivierten seit längerem ihre Zusammenarbeit. Es bestehe seit Jahren bereits eine gemeinsame Tarifgemeinschaft. Ob sich daraus eine Fusion entwickeln werde, sei noch offen. Mit Mitgliederbewegungen hätte die Zusammenarbeit von GDBA und Transnet nichts zu tun. (dpa)
Verkehr
Güterzugunglück - Ein Millionenschaden ist am Freitag bei einem Güterzugunglück in Nürnberg entstanden. Nach Angaben von Polizei und Bahn waren am Nachmittag aus zunächst ungeklärten Gründen 14 von 24 Waggons auf der Fahrt zum Nürnberger Rangierbahnhof entgleist. Ein Waggon war umgekippt, zwei standen neben den Gleisen, elf waren aus dem Gleis gesprungen und befanden sich in Schräglage, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die Bahnpolizei sprach von einem Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro. Niemand wurde verletzt. Neben den entgleisten Güterwagen sei auch die Bahnstrecke im Westen der Stadt bei dem Unglück schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. „Die Gleise wurden auf einer Länge von rund 400 Metern stark beschädigt“, sagte ein Bahnsprecher. Wegen des Unfalls war der Güterverkehr im Raum Nürnberg erheblich beeinträchtigt. Der Personenverkehr der Bahn war hingegen nicht betroffen. (dpa)