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Krisengipfel Lang-LKW: Politik bleibt optimistisch

Krisengipfel Lang-LKW: Politik bleibt optimistisch
Staatssekretär Andreas Scheuer (li.) und Ansorge-Geschäftsführer Wolfgang Thoma berichten der Presse über die ersten Erfahrungen mit dem Lang-LKW-Feldversuch
© Foto: VR/Andre Kranke

Gerade einmal vier Lastzüge fahren derzeit im Feldversuch für Lang-LKW. Verkehrs-Staatssekretär Andreas Scheuer will bis Jahresende "kritische Masse" erreichen


Datum:
27.04.2012
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Berlin. Nach knapp vier Monaten nehmen derzeit genau vier Lastzüge an dem Feldversuch mit Lang-LKW teil. Das teilte Verkehrs-Staatssekretär Andreas Scheuer am Donnerstag nach einem Treffen mit dem Güterkraftverkehrsgewerbe, Ländervertretern und der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Berlin mit. Sieben weitere Fahrzeuge seien für die Teilnahme gemeldet, sechs Unternehmen beteiligten sich bisher an dem zu Jahresbeginn gestarteten Feldversuch.

Der CSU-Politiker versicherte nach dem Gespräch, die Hürden bei der Genehmigung von Strecken seien weitgehend ausgeräumt worden. Es gehe nun darum, auch Zufahrtsstraßen in Industriegebiete schneller zu genehmigen, die noch nicht im erlaubten Netz verzeichnet sind. Bis zum Jahresende rechne er mit dem „Erreichen der kritischen Masse“, die es ermögliche, in die wissenschaftliche Begleitung einzusteigen. Die BASt bezifferte die Menge auf 50 bis 100 Lastzüge. Scheuer sprach von „mehreren hundert“ weiteren Interessenten am Versuch.

Erste Erfahrungen seien positiv. Rund ein Drittel an Energie und Kohlendioxid konnten eingespart werden. Die Spedition Ansorge aus Bayern, die als erstes Unternehmen seit Anfang Februar zwei Lang-LKW fährt, zeigte sich „sehr zufrieden“ mit den Erfahrungen. Geschäftsführer Wolfgang Thoma berichtete, man habe weitere Strecken beantragt.

Scheuer forderte SPD und Bündnis90/Die Grünen auf, die Organklage gegen den Feldversuch zurückzuziehen.  „Die Klage führt zur Verunsicherung des Gewerbes“, betonte der Koordinator für Güterverkehr und Logistik. Die Bundesregierung argumentiert, sie wolle mit dem Test mit Lang-LKW von 25,25 Metern Länge und bis zu 44 Tonnen Gewicht prüfen, ob dies wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft ist. Die Opposition moniert, die Koalition habe den Versuch an Bundestag und Bundesrat per Ausnahmeverordnung vorbei „durchgezogen“. (jök) 

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