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Kombiverkehr kritisiert Brennersperre

Die Brennerroute ist 2012 über mehrere Wochen nur eingeschränkt befahrbar
© Foto: Kombiverkehr/Klaus Eckert

Route wird im Sommer 2012 elf Wochen lang nur eingleisig befahrbar sein / Zugverkehr für fünf Wochen komplett eingestellt


Datum:
05.07.2011
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Frankfurt am Main. Europas größter Kombi-Operator, die deutsche Kombiverkehr, ist auf die ÖBB Infrastruktur AG schlecht zu sprechen. 11 Wochen wird die Brennerroute im Sommer 2012 nur eingleisig befahrbar sein, fünf Wochen lang geht überhaupt kein Zugsverkehr über den Brenner.

"So etwas kann es nicht geben", kritisiert Armin Riedl, Geschäftsführer der Kombiverkehr gegenüber der VerkehrsRundschau. Es sei verbrieftes EU-Recht, dass transeuropäische Korridore wie der Brenner nicht so ohne weiteres gesperrt werden dürfen. Bei Kombiverkehr rechnet man mit Mehrkosten von rund drei Millionen Euro durch die Umleitung der Züge, die während der Sperre über die Tauernstrecke disponiert werden müssen. Das bedeutet einen Umweg von 300 Kilometer und bringt neben Mehrkosten auch zeitliche und qualitative Nachteile.

In Brüssel hatten die ÖBB kommuniziert, dass die Sperre mit den europäischen Bahnen abgesprochen worden sei. Doch dort sei man bald aus den Wolken gefallen, als sich herausstellte, dass die Bahnen nur vage informiert worden sind, weiß hingegen Riedl. Er empfiehlt den ÖBB dringend, die Sperrung von fünf Wochen unbedingt noch einmal zu überdenken und eine Alternativ-Variante zu überlegen, damit der Verkehr wenigsten reduziert den ganzen Sommer 2012 über rollen kann. Kombiverkehr bringt 720 Züge monatlich über den Brenner und es gibt 78 Trassen für den Kombi- und Wagenladungsverkehr. Über den Tauern werden dafür 2012 nur 50 Trassen zur Verfügung stehen. Kombiverkehr hat bei den ÖBB für das kommende Jahr 30 Trassen für die Tauernroute bestellt und wartet täglich auf die Zusage, wie viele Trassen sie tatsächlich bekommen wird. Danach will man entscheiden, ob man weitere Schritte gegen die Sperre unternehmen will. Riedl stellt Kompensationszahlungen für die Mehrkosten in den Raum und will auch rechtliche Schritte auf EU-Ebene nicht ausschließen. (mf)

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