Knorr-Bremse verzeichnet leichtes Wachstum

18.03.2013 15:22 Uhr
Knorr-Bremse München
Das Münchner Unternehmen Knorr-Bremse verzeichnete 2012 eine Umsatzsteigerung von einem Prozent
©Foto: ddp/Jörg Koch

In einem schwierigen Marktumfeld machte der Konzern ein Umsatzplus von einem Prozent.

München. Knorr-Bremse konnte im Geschäftsjahr 2012 erneut einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Euro erzielen. In einem schwachen Marktumfeld verzeichnete der Konzern einen leichten Umsatzanstieg von einem Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Unternehmensbereich Systeme für Schienenfahrzeuge trug mit 2,22 Milliarden Euro 51 Prozent zum Gesamtumsatz bei, der Nutzfahrzeugbereich machte mit 2,1 Milliarden Euro 49 Prozent aus.

Wichtige Impulse gingen von Nordamerika aus, von dessen Wachstum im Personenverkehr und Frachtmarkt beide Unternehmensbereiche profitierten. Auf dem asiatischen Markt konnte Knorr-Bremse im Nutzfahrzeugbereich Zuwächse verbuchen, die insbesondere im zweiten Halbjahr 2012 das schwache Marktumfeld in Europa ausglichen. In Europa verzeichnete Knorr-Bremse dagegen im Nutzfahrzeugmarkt einen Umsatzrückgang von elf Prozent.

Der Jahresüberschuss betrug 259 Millionen Euro (Vorjahr 329 Millionen). Insbesondere der steigende Preis- und Kostendruck und ein negativer Umsatzmix waren nach Angaben des Konzerns ausschlaggebend für den Rückgang um zehn Prozent. Auch Effizienzsteigerungen durch verbesserte Prozesse konnte diese Entwicklung nicht kompensieren. Die Investitionen lagen im Jahr 2012 bei 166 Millionen Euro (+ 4%) und gingen zum Großteil in Produktionsanlagen und Gebäudestrukturen in weltweiten Wachstumsmärkten.

Für das Jahr 2013 rechnet das Unternehmen mit einer stabilen Entwicklung mit einem unveränderten Marktvolumen für Schienenfahrzeuge in Europa. Für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt rechnet Knorr-Bremse allerdings mit einem neuerlichen Rückgang. „Wir werden nicht die großen Wachstumsschübe, die wir 2010 und 2011 gesehen haben, erwarten dürfen“, sagte Vorstandssprecher Lorenz Zwingmann. Auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt sei weiter kein Ende der Krise in Sicht, und in Nordamerika hielten sich die Speditionen wegen der unsicheren politischen Lage mit Investitionen zurück. Die Erlöse dürften deshalb auch in diesem Jahr lediglich um ein bis zwei Prozent steigen. Das Ergebnis soll aber dank Effizienzsteigerungen stärker zulegen. (dpa/hst)

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