Mit 1,48 Millionen Mark konnte Knorr-Bremse im vergangenen Jahr den Umsatz im Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge weltweit um 13 Prozent steigern. Das gab der Vorstandsvorsitzende der Knorr-Bremse AG, Heinz Hermann Thiele, auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Dienstag in München bekannt. Insgesamt seien 972.000 Einheiten hergestellt worden. Finanzvorstand Peter Riedlinger bekräftigte: "Wir haben guten Grund, uns über das vergangene Jahr zu freuen." Nicht ganz so erfreulich verlief die Entwicklung für Knorr-Bremse im Unternehmensbereich Systeme für Schienenfahrzeuge. Zwar konnte hier der weltweite Umsatz um 19,5 Prozent auf 1,406 Milliarden Mark gesteigert werden. Das Schienenfahrzeuggeschäft, in dem Knorr mit einem Anteil von 40 Prozent Weltmarktführer ist, ist nach den Worten des Knorr-Chefs "mit Mühe kostendeckend, aber nicht profitabel". In der europäischen Nutzfahrzeugproduktion wird nach Einschätzung von Thiele zumindest im ersten Halbjahr wieder das hohe Niveau des Vorjahres erreicht. Für das zweite Halbjahr aber rechnet er mit einem deutlichen Rückgang der Produktion um bis zu 13 Prozent. Besonders kritisch sei die Situation in den USA, wo Thiele einen weiteren Rückgang um 21 Prozent erwartet – nach einem Rückgang von 25 Prozent im Jahr 2000 gegenüber 1999. Dagegen befinde sich der Nutzfahrzeugmarkt in Brasilien nach einem Einbruch wieder in der Erholungsphase. (vr/hsch)
Knorr-Bremse legte 2000 um 13 Prozent zu
Deutlicher Produktionsrückgang für das zweite Halbjahr erwartet