Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) gehört offenbar nicht zu den Ressortchefs, auf die Kanzler Gerhard Schröder (SPD) im Falle eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl setzt. In einem Fernsehinterview nannte Schröder erstmals Namen für eine neue Regierung. Demnach sollen Hans Eichel (Finanzen), Otto Schily (Innen), Edelgard Bulmahn (Forschung) und Heidemarie Wieczorek-Zeul (Entwicklungshilfe) auch einen neuem Kabinett angehören. Auf diese Minister wolle er "sich weiter stützen", sagte der Kanzler. Eichels Arbeit sei "kaum zu überbieten". Auch die Arbeit von Außenminister Joschka Fischer von den Grünen lobte Schröder ausdrücklich. Namen von anderen Ministern nannte er nicht. An Bodewigs Amtsantritt, der das Verkehrsressort als dritter Fachminister erst Ende 2000 übernommen hatte, waren parteiintern große Erwartungen geknüpft worden. Zur Zukunft von Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) wollte der Regierungschef sich nicht äußern. Später nannte Regierungssprecher Bela Anda die Darstellung, Schröder plane nach einem Wahlsieg eine größere Regierungsumbildung "überinterpretiert". (vr/jök)
Kanzler nennt erste Namen für neue Regierung
Bundesverkehrsminister Bodewig nicht dabei