Für die Ansiedlung eines neuen Containerhafens an der deutschen Küste sollte nach Ansicht der Wirtschaftskammern von Bremen und Oldenburg die Entscheidung schnell fallen. Spätestens im März kommenden Jahres müsse der Standort feststehen, heißt es in einer Mitteilung der IHK Oldenburg nach einer gemeinsamen Sitzung der Kammerpräsidien. Die Wettbewerbslage in Europa läßt nach Ansicht der Kammern nur schnelle Entscheidungen zu. Das absehbare Wachstum von Schiffsgrößen und die Ausbaupläne der Häfen Rotterdam und Antwerpen erzeugten Entscheidungsdruck. Vor einer endgültigen Entscheidung zum Standort eines neuen deutschen Tiefwasserhafens müßten allerdings die Gespräche zwischen Hamburg und Bremen über eine Zusammenarbeit im Hafenbetrieb abgewartet werden. Zuvor müsse auch die Bewertung der vorliegenden Standort-Gutachten abgeschlossen sein. Als Standort für einen künftigen Tiefwasserhafen bewerben sich sich Cuxhaven und Wilhelmshaven mit jeweiliger Unterstützung großer Umschlags-Betriebe aus Bremen und Hamburg.
Kammern wollen schnelle Entscheidung über Tiefwasserhafen
Gespräche über geplante Hafenkooperation zwischen Hamburg und Bremen sollen abgewartet werden