Reutlingen/Stuttgart. Vor allem Firmen aus der Investitionsgüterindustrie sollten mit Einladungen ins Reich der Mitte vorsichtig umgehen, heißt es in einer Mitteilung der IHK Reutlingen. Auch die IHK der Region Stuttgart bestätigte am Freitag, dass immer wieder Betrüger versuchten, leichtgläubige Unternehmer reinzulegen. Statt guter Geschäfte bescherten die professionell aufgemachten Anfragen nur Spesen und Verdruss. Der Trick der chinesischen Auftraggeber funktioniert den Angaben zufolge so: Sie locken die Geschäftsführer der deutschen Unternehmen zur Vertragsunterzeichnung nach China: Dort wird von den deutschen Handelspartnern verlangt, ein teures Geschäftsessen zu bezahlen und kostspielige Gastgeschenke zu erwerben. Die Kosten dafür lägen weit über dem realen Wert der Waren und können sich auf bis zu 5000 Euro belaufen, sagte ein Sprecher der IHK-Reutlingen. Am nächsten Tag fehle von den betrügerischen „Auftraggebern“ jede Spur. Selbst wenn der Vertrag schon unterzeichnet sei, werde nichts aus den erhofften Geschäften, warnten die Kammern. Die Kammern raten den deutschen Unternehmen, sich vor einer Reise nach China schon in Deutschland bei den Kammern detaillierte Informationen über die möglichen Partner einzuholen.
Kammern warnen vor betrügerischen Anfragen aus China
Die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg (IHK) warnen die Unternehmen im Land vor betrügerischen Anfragen aus China.