-- Anzeige --

Jamaika-Sondierung: Eisenbahnverbände wollen klares Signal

Ein „Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr“ gehört für die Verbände zwingend in das Programm einer neuen Regierungskoalition
© Foto: querbeet/iStock

Die acht großen Verbände der Bahnbranche verweisen erneut auf die Wichtigkeit eines zukunftsträchtigen Schienenprogramms. Die Umsetzung eines Bundesprogramms für den Schienengüterverkehr sei Pflicht.


Datum:
16.11.2017
Autor:
Julia Thomsen
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Berlin. Auf der Zielgeraden der Jamaika-Sondierungsgespräche warnen die Verbände der Bahnbrache vor einer „Last Minute-Nummer bei den Verkehrsthemen“. In einer gemeinsamen Mitteilung erinnerte das Verbändebündnis die Verhandler in Berlin daran, dass es beim Thema Bahn bereits große Gemeinsamkeiten zwischen den Parteien gebe.

„Für seine Klimaschutzziele braucht Deutschland eine starke Eisenbahn, und die ist nicht ohne eine entschlossene Eisenbahnpolitik zu haben. Das steht in fast allen Parteiprogrammen und muss jetzt endlich reale Politik werden. Wir erwarten von der Sondierungsrunde heute Abend ein klares Signal, dass sich die politischen Rahmenbedingungen für die Eisenbahnen in Deutschland schnell und spürbar verbessern werden“, teilten die acht großen Verbände der Bahnbranche am Donnerstag in Berlin mit.

„Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr“ ist Pflicht

Die Verbändegemeinschaft aus Allianz pro Schiene, Bundesarbeitsgemeinschaft der Aufgabenträger des SPNV (BAG-SPNV), mofair, Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE), Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB), Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie dem Verband der Güterwagenhalter in Deutschland (VPI) verwiesen auf ihre drei Kernforderungen, die Pfeiler einer künftigen Bahnpolitik sein sollten: Die Senkung der Schienenmaut im Güter- und Personenverkehr, eine klare Agenda für den Deutschlandtakt und eine gezielte Förderung von Innovationen im gesamten Eisenbahnbereich.

Digitalisierung und Automatisierung sind entscheidende Stellschrauben für eine starke Schiene. Die Branche legt hier vor, aber die Politik muss mitziehen. Was wir brauchen ist eine gezielte Förderung von Forschungsvorhaben“, betont Jürgen Tuscher, Geschäftsführer des VPI. „Ein ‚Bundesprogramm Zukunft Schienengüterverkehr’ gehört deshalb zwingend in das Pflichtenheft einer neuen Regierungskoalition – so wie Ende der vergangenen Legislaturperiode im Masterplan Schienengüterverkehr vorgeschlagen“, mahnt Tuscher.

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


ANMELDUNG ZUM SMS-NEWSLETTER

Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.