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Jade-Weser-Port: Teilerfolg für unterlegenen Bieter

14.06.2007 17:19 Uhr

Vergabekammer fordert Nachbesserungen: Baubeginn des geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven könnte sich erneut verschieben

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Wilhelmshaven. Dem geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven drohen weitere Zeitverzögerungen. Der Baubeginn im Herbst könnte sich erneut verschieben. Damit stünde die Inbetriebnahme des von der Containerschifffahrt dringlichst geforderten Hafens im Jahr 2010 auf dem Spiel. Die Vergabekammer in Lüneburg hat der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft in ihrer am heutigen Donnerstag veröffentlichten Entscheidung zwei „Nachbesserungen“ auferlegt. Zum einen muss die Gesellschaft die Prüfung des Angebotes der bei der Vergabe unterlegenen Bietergemeinschaft unter Führung der Baufirma Bunte nachholen. Außerdem muss sie klären, ob im Angebot des Konsortiums um Hochtief alle Kosten enthalten sind. Bunte hatte den Nachprüfungsantrag gestellt und war mit der Entscheidung in zwei Punkten erfolgreich. Zwei weitere Antragspunkte wurden zurückgewiesen. „Das ganze Verfahren fängt jetzt vorne an“, sagte Bunte-Chef Manfred Wendt. Er rechnet allerdings nicht mit einer anderen Entscheidung der Realisierungsgesellschaft. „Dann wären wir in zwölf Wochen wieder da, wo wir jetzt stehen“, sagte Wendt. „Wir überlegen deshalb, offensiv die Entscheidung zu suchen und innerhalb der 14-Tage-Frist beim Oberlandesgericht Celle Beschwerde einzulegen.“ Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) ist auch nach der Entscheidung der Vergabekammer sicher: „Wir gehen nicht von einer Verzögerung aus.“ Niedersachsen greift für das Gemeinschaftsprojekt mit Bremen kräftig in die Staatskasse. Von den Infrastrukturkosten in Höhe von rund 600 Millionen Euro trägt das Land den größten Teil, Bremen steuert 90 Millionen bei. Der künftige Hafenbetreiber, die Eurogate-Gruppe (Hamburg/Bremen) wird rund 350 Millionen Euro investieren. Im Jade-Weser-Port entstehen mit Inbetriebnahme rund 1000 neue Arbeitsplätze. Jährlich sollen etwa 2,7 Millionen Standardcontainer umgeschlagen werden. (dpa)

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