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Jade-Weser-Port: Nordfrost-Gruppe investiert in neues Kühlzentrum

Der neue Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven sieht die Abbildung einer komplexen, maritimen Logistikkette vor: Umschlag, Zwischenlagerung, Bearbeitung und Weiterverteilung. Direkt an das Terminal grenzt die Logistikzone
© Foto: JadeWeserPort

Logistikzone des neuen Tiefwasserhafens startet durch / Ausbau bis 2015


Datum:
14.04.2011
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Wilhelmshaven. Ein gutes Jahr vor der Inbetriebnahme des ersten Abschnitts des Jade-Weser-Port freut sich die Region über die Investitionsentscheidung der europäischen Kühllogistik-Gruppe Nordfrost aus Schortens bei Wilhelmshaven. Das Unternehmen (Jahresumsatz: 400 Millionen Euro) wird in der direkt an den Containerterminal angrenzenden Logistikzone auf einem 20 Hektar großen Grundstück ein neues Frische- und Tiefkühl-Zentrum bauen. Am Mittwoch unterzeichnete Firmenchef Horst Bartels in der Jade-Stadt einen entsprechenden Erbbaurechtsvertrag. Nordfrost ist der erste Ansiedlungserfolg für die sogenannten JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG (JWPLZ). „Deshalb hat der Vertrag für uns eine ganz besondere Bedeutung", freute sich JWPLZ-Geschäftsführer Ralf Pospich bei der Vertragsunterzeichnung, an der auch der Staatssekretär im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Oliver Liersch, teilnahm.

Bis 2015 investiert Nordfrost rund 100 Millionen Euro in Wilhelmshaven

Die Erschließung des Grundstückes erfolgt in Teilschritten. Bis 2015 will die inhabergeführte Kühllogistik-Gruppe am neuen Standort rund 100 Millionen Euro investiert haben. Im ersten Abschnitt sind es bereits 60 Millionen Euro. Das neue Terminal soll in der Phase I bereits im August 2012 zur Verfügung stehen. Dann soll auch der Umschlagbetrieb am Containerterminal erfolgen, der von der Eurogate-Gruppe betrieben wird. Die Investitionsentscheidung zugunsten Wilhelmshavens sei auch erfolgt, „weil wir vom Potenzial des JadeWeserPort überzeugt sind", erklärte Nordfrost-Chef Bartels. „Wir wollen von Beginn an dabei sein", ergänzte er. Ergänzend zum Terminal entsteht auch eine Einfuhruntersuchungsstelle für die sogenannte „veterinäramtliche und pflanzenamtliche Kontrolle". Bereits mit der Phase I entstehen in der strukturschwachen Region 400 neue Arbeitsplätze. Aktuell beträgt in der Stadt Wilhelmshaven die Arbeitslosenquote 13,2 Prozent (Land Niedersachsen: 7,4 Prozent, Stand März 2011, Anm. d. Red.).

Ansiedlungserfolg ist ein wichtiger Türöffner für andere Gespräche

Von Wilhelmshaven aus will Nordfrost die umgeschlagenen und zwischengelagerten Produkte ins deutsche und europäische Hinterland weiterverteilen. Das erfolgt für Deutschland unter anderem mit einem eigenen Transportlogistik-Netzwerk. Die verschiedenen Standorte sind durch Lkw-Linienverkehre im Nachtsprung miteinander verbunden. Für die europaweite Verteilung stützt sich das Unternehmen auf die Tochtergesellschaft RTS Roadrunner Transport Service GmbH, Osnabrück. Sie wickelt rund 90 Prozent der Kühlguttransporte mit dem westeuropäischen Ausland ab. Insgesamt verfügt die Nordfrost-Gruppe über 40 eigene Kühllogistikzentren.

JWPLZ-Geschäftsführer Ralf Pospich bestätigte, dass das Ansiedlungsinteresse in den letzten Monaten spürbar angezogen habe. Das Unternehmen entwickelt, erschließt und vermarktet die Flächen in der „Logistics Zone", die wiederum Bestandteil des Güterverkehrszentrums JadeWeserport Wilhelmshaven (GVZ) ist. Pospich berichtete weiter, dass derzeit mit zahlreichen Firmen sehr vielversprechende Verhandlungen über eine Ansiedlung geführt werden. Aktuell sind noch 100 Hektar Fläche im GVZ verfügbar.

Eurogate-Gruppe vermarktet den neuen Tiefwasserhafen offensiv

Auch die Eurogate-Gruppe arbeitet bereits intensiv an der Vermarktung des neuen Hafenstandortes. So war das Unternehmen Ende März in Fernost, um den Tiefwasserhafen im Rahmen einer „Road Show" vorzustellen. Bereist wurden dabei Japan, Korea, China, Hongkong, Taiwan und Singapur. „Die Gespräche mit den Reedereien vor Ort haben uns bestärkt, mit Wilhelmshaven auf dem richtigen Weg zu sein", fasste Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Eurogate-Gruppengeschäftsführung das Ergebnis der Reise zusammen. Aus den zahlreichen Gesprächen wurde immer wieder klar, dass der Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Terminals sehr günstig sei, da die Anzahl der Großcontainerschiffe mit 10.000 TEU und mehr rasant wachse. (eha) 

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