Shenzhen. Die Frachtfluglinie Jade Cargo will ab kommendem Juli eine Reihe zusätzlicher Flugziele bedienen. So werden erstmals Johannesburg und Tiflis angeflogen. Auch plant die in der Elf-Millionen-Metropole Shenzhen am chinesischen Perlflussdelta beheimatete Gesellschaft künftig das unmittelbar benachbarte Hongkong in ihr Streckennetz einzubinden. „In Afrika wollen wir unsere Präsenz wegen der steigenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und einigen der dortigen Staaten kontinuierlich ausbauen“, begründet Jade-CEO Kay Kratky die neue Verbindung nach Johannesburg. Nach Tiflis fliegt seine Gesellschaft künftig auf Wunsch eines Kunden, der die Frachterkapazitäten von Jade auf der Teilstrecke zwischen Frankfurt und der georgischen Hauptstadt für seine Transporte nutzt. Außerdem bindet die Frachtfluglinie den Wiener Airport Schwechat durch vier Landungen pro Woche künftig stark in ihren Streckenplan ein. Die Weiterleitung der Sendungen zu Endzielen in Osteuropa oder den GUS-Staaten wird Austrian Airlines Cargo übernehmen, die ein dichtes Routennetz in der Region unterhält. Zudem fungiert AUA Cargo künftig als Repräsentant von Jade in dem Verkehrsgebiet. Wie Kratky weiter ankündigt, sind zusätzliche Strecken geplant. Abhängig seien die Flüge jedoch von Verkehrsgenehmigungen durch die jeweiligen Länder, über die Jade mit den zuständigen Behörden derzeit verhandelt. Anlass der Routenfindung ist die Rückführung von drei Langstrecken-Frachtern B747-400ERF an Jade, die bisher in der Vertriebsverantwortung der Lufthansa Cargo flogen. LH Cargo ist an Jade mit 25 Prozent beteiligt und stellt das Top-Management der chinesischen Frachtfluglinie. „Durch den Einsatz der drei Frachter auf neuen Verbindungen werden wir zusätzliche Marktpotenziale erschließen“, ist Kratky vom Erfolg der Flüge überzeugt. (hs)
Jade Cargo weitet Netzwerk aus
Frachtfluglinie Jade Cargo will ab kommendem Juli zusätzliche Flugziele bedienen: Hongkong, Johannesburg, Tiflis und Wien neu im Angebot