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IWIP-Index: Anstieg der Logistikimmobilien-Mieten zeigen starke Nachfrage

Der Onlinehandel-Boom und die damit einhergehende gestiegene Nachfrage nach stadtnahen Logistikhallen hat auch 2021 den Mietmarkt beeinflusst, so der IWIP-Index
© Foto: Zixp@ck / stock.adobe.com

2021 stiegen die Mieten für Lagerhallen um gut sechs Prozent, die für Logistikimmobilien um drei Prozent. Die Logistikbranche komme gestärkt aus der Pandemie, so die Herausgeber des IWIP-Index.


Datum:
06.04.2022
Autor:
Marie Christin Wiens
Lesezeit: 
2 min
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Idstein. Die Mieten für Industrieimmobilien sind 2021 insgesamt durchschnittlich um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ergibt sich aus Zahlen des IWIP-Index. Der gemeinsame Index vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) und IndustrialPort (IP) analysiert jährlich die Mietentwicklung von Industrie- und Logistikimmobilien in Deutschland.

Verluste nicht kompensiert

Als einen Trend haben die Experten herausgearbeitet, dass im zweiten Jahr der Corona-Pandemie eine wirtschaftliche Erholung in Höhe von 3,9 Prozent zwar stattfand, diese aber nicht die wirtschaftlichen Verluste des Jahres 2020 in Höhe von 4,6 Prozent kompensieren konnte, wie IndustrialPort weiter mitteilt.

E-Commerce als ein Treiber

Die trotz der anhaltenden Pandemie als gut zu bezeichnende Nachfrage nach Hallen habe sich aus noch nicht bedienten Nachholbedarfen sowie coronabedingten Zusatzbedarfen ergeben. Diese kamen auf durch sprunghafte Verlagerungen der Nahversorgung und des traditionellen Einzelhandels auf den E-Commerce.

Lager und Logistikimmobilien konnten wachsen

Industrieimmobilien werden entweder für Lager-, Logistik- oder Produktionszwecke genutzt. Im mengenmäßig größten Nutzungssegment der Lagerhallen stiegen die Mieten laut dem Index 2021 im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent. Hierbei waren große Unterschiede in der Angebotszusammensetzung bei Lage und Ausstattungsqualität der Hallen festzustellen, heißt es in der Mitteilung.

Die Mieten für Logistikimmobilien hatten bereits der coronabedingten Rezession im Jahr 2020 getrotzt und legten schon im ersten Jahr der Pandemie um 5,4 Prozent zu. Ein wesentlicher Grund sei der in der Pandemie deutlich verstärkte Onlinehandel-Boom und die damit einhergehende gestiegene Nachfrage nach stadtnahen Logistikhallen.

Trend zu peripheren Standorten

Im Jahr 2021 setzt sich dieser Trend fort und die Mieten steigen um drei Prozent. Außerhalb der Ballungsräume kamen 2021 vor allem viele Neubauten mit moderner Standortqualität auf den Markt. Damit scheint sich ein Trend in Richtung peripherer Standorte zu verstetigen, da die Unternehmen verstärkt auf verfügbare und günstigere Flächen ausweichen, so die Herausgeber des Index.

„Die gestiegenen Mieten spiegeln deutlich den Nachfrageüberhang nach modernen Logistikflächen wider. Gepaart mit den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen müssen innovative Industrieimmobilien unserer Meinung nach energetisch unabhängiger und wesentlich energieeffizienter sein", so Andreas Fleischer, Unternehmensmitbegründer und Managing Director von  DFI Real Estate. Das Unternehmen hat als Datenlieferant direkte Werte zum Index zugeliefert.

Im Gegensatz zu dieser Entwicklung sind die Mieten für Produktionshallen im Jahr 2021 mit minus 1,1 Prozent leicht rückläufig.

Schwächephase laut Analysten überwunden

Die Ergebnisse insgesamt verdeutlichen, dass der Mietmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien die Schwächephase im Zuge der Pandemie im Jahr 2021 scheinbar überwunden hat, wie die Analysten des Index hervorheben.

Speziell die Logistikbranche komme gestärkt als Gewinner aus dieser Krise. Für das Jahr 2022 erwarte man einen harten Wettbewerb mit unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Branchen und Standorten, der insgesamt mit einer abgeschwächten Mietdynamik verbunden sein sollte. (mwi)

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