Die italienischen Transportunternehmer drohen erneut mit weit reichenden Streikmaßnahmen. Auslöser dafür ist eine Forderung von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio über eine Rückzahlung in der Höhe von 142 Millionen Euro. Die Europäische Kommission verlangt damit bis Ende März einen im Jahr 1992 gewährten Steuerbonus bei Dieselpreisen zurück. Generalsekretär Paolo Uggè vom Dachverband für Transportunternehmen (Cuna) nannte gegenüber italienischen Nachrichtenagenturen –im Falle eines Eintreffens der ersten Steuervorschreibungen – den 25. März als geplanten Streiktag. Bis dahin hoffe man auf das positive Einschreiten der Regierung unter Premier Silvio Berlusconi. Das Vorhaben der EU Kommission stößt bei allen Verbänden des Straßengüterverkehrs auf Widerstand. "Es besteht dringender Erklärungsbedarf von Seiten der Regierung," forderte Luigi Sestrieri vom Transportverband Anita. Neben den Steuerrückzahlungen zählen der Alpentransit, die Tarifliberalisierung sowie die Fahrverbortsregelungen zu den Problempunkten, erklärte Uggè. Im ohnehin angespannten Transportsektor ist mit weiteren Kontroversen zu rechnen. (vr/im)
Italiens Transportunternehmer im Streikfieber
Auslöser sind EU-Rückforderungen von Dieselsubventionen