Die seit sieben Jahren laufende Reform der italienischen Häfen sei bisher noch nicht abgeschlossen. Dies teilte der Ehrenpräsident des Dachverbands der italienischen Häfen (Assoporti), Francesco Nerli, in einem Interview mit der Mailänder Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" mit. Nach wie vor fehle den italienischen Hafenbehörden die ausreichende finanzielle Autonomie, um ihre Ressourcen voll auszuschöpfen, so Nerli. Besonders im Hinblick auf die Schlüsselrolle, die den Häfen künftig durch den Ausbau der Seefracht zukommen wird, sei die Fertigstellung einer erweiterten Infrastruktur dringend notwendig. Dafür werden in den nächsten drei Jahren zusätzliche Finanzmittel in der Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro benötigt. Bei Italiens Häfen steht Gioa Tauro (Kalabrien) mit der Verschiffung von Containern mit einer Gesamtladekapazität von 2,5 Millionen TEU an der Spitze, gefolgt von Genua (1,5 Millionen TEU) und La Spezia (975.000 TEU). (vr/im)
Italiens Häfen sind noch reformbedürftig
1,5 Milliarden Euro für den Ausbau der Infrastruktur nötig