Der italienische Verkehrsminister Pietro Lunardi will die Lösung der Probleme im Alpentransit zur obersten Priorität seiner Arbeit machen. Dies sagte Lunardi gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. „Aufgrund der erschwerten Befahrbarkeit der Alpenübergänge drohen Italien ökonomische und produktive Einbußen,“ erklärte der Minister. Die Regierung würde für die nächsten zehn Jahre eine Investitionssumme in der Höhe von 6,36 Milliarden Euro für den Schienenverkehr und 180 Millionen Euro für den Ausbau der Straßen zur Verfügung stellen. Ein besonderes Anliegen sei die Modernisierung und der Ausbau der Sicherheitsvorkehrungen des Frejus Passes, sagte Lunardi. Das Hauptaugenmerk werde künftig im Alpentransit auf die Erweiterung der Schiene gelegt. Für die Realisierung sei allerdings mit einem längeren Zeitraum zu rechnen. Zur Überbrückung werde man auf Alternativen, wie eigens für Lkw-Transporte eingesetzte Spezialzüge sowie eine Verstärkung des Schiffsfrachtverkehrs, setzen. Erneut betonte der Minister die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit im Transitverkehr mit den benachbarten Staaten Frankreich, Österreich, Schweiz und Deutschland. (vr/im)
Italien sieht Alpentransit als vorrangige Aufgabe
Regierung will über 6 Milliarden Euro für Schienenausbau bereitstellen