Der italienische Frachtverkehr auf Schiene und Schiff hat aufgrund schlechter Infrastruktur Einbußen erlitten. Der Rückgang im ersten Halbjahr 2001 stimme, laut Confetra Präsident Aldo Gatti, bedenklich. Der Vorstand des italienischen Dachverbands für Transport und Logistik warnt aufgrund internationaler Konjunktur vor weiteren Einbrüchen: "In den letzten vier Jahren ist der Lkw-Transport auf der Strasse um 20 Prozent gewachsen, jener auf der Schiene aber um 23 Prozent gesunken." Laut einem aktuellen Report von Business International rangiert Italien bei einem Ranking der siebzehn größten OSZE-Staaten an vorletzter Stelle. Confetra nahm das schlechte Ergebnis zum Anlass, um einen Forderungskatalog an die Regierung mit Transportminister Pietro Lunardi zu stellen. Die bürokratischen Hürden, wie beispielsweise die verbindlichen Tarife, müssten abgebaut werden. Die Transportkosten bei Zug und Schiff wären in Italien um durchschnittlich rund 20 Prozent höher als in anderen europäischen Ländern. (vr/im)
Italien: Schienentransport fährt hinterher
Italienischer Frachtverkehr steht vor weiteren Einbrüchen