Rom. Italiens Verkehrsminister Altero Matteoli hat den für heute angesetzten Bahnstreik abgesagt. Die Eisenbahner, die eigentlich für 12 Stunden die Arbeit niederlegen wollten, wurden zur Arbeit zwangsverpflichtet. Wenigstens die Eisenbahnen, so begründete der Minister, müssen funktionieren, wenn bei der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Alitalia alles unsicher geworden sei. Noch ist das Gespenst des Konkurses für die italienische Fluglinie nicht gebannt. Der Rettungsplan der Regierung gefällt vor allem den Piloten nicht. Nach langem Tauziehen haben die Gewerkschaftsvertreter des Bodenpersonals und Teile der Hostessen den Geschäftsplan der „neuen Alitalia“ akzeptiert. Er sieht die Aufteilung der alten Gesellschaft in zwei Unternehmen vor. Das erste wird weitergeführt, das zweite Unternehmen wird mitsamt den Schulden Konkurs machen. Wichtig für einen Neustart bei Alitalia ist ein internationaler Partner. Nachdem Air France/KLM Interesse signalisiert hat, ist heute überraschend Lufthansachef Wolfgang Mayrhuber in Italien eingetroffen. Auf Einladung der Regierung, unterstrich die Lufthansa-Sprecherin, die auch ein generelles Interesse der deutschen Fluggesellschaft bestätigte. (rp)
Italien: Bahnstreik fällt wegen Alitaliakrise aus
Italiens Verkehrsminister hat den für heute angesetzten Bahnstreik abgesagt