Bremen. In der Hafenpolitik des Stadtstaates Bremen sollen künftig die Leistungen und Anliegen der stadtnahen Häfen „und nicht nur die Bremerhavens“ stärker als bislang Berücksichtigung finden. Dafür sprechen die Interessengemeinschaft mittelständischer Unternehmen in den stadtbremischen Häfen (ISH) sowie die staatliche Hafeninfrastruktur und -entwicklungsgeselllschaft Bremenports aus. Deren Geschäftsführer Jürgen Holtermann betonte jetzt vor Vertretern der insgesamt 34 in der ISH zusammengefassten Firmen, dass sein Haus den „Schulterschluss“ zu allen Unternehmen, die den Hafen-Cluster Bremische Häfen bilden, suche. Ein wichtiges Ziel dieser angestrebten intensiveren Zusammenarbeit sei auch, dass es darauf ankommen, soviel wie möglich der knappen finanziellen Ressourcen aus den EU-Fördereinrichtungen für den Hafenstandort Bremen/Bremerhaven zu sichern. Holtermann sieht mittel- bis langfristig interessante Entwicklungsperspektiven für den Komplex Industriehafen in Bremen, wenn wie geplant ab 2011 die neue Weserquerung bei Bremen zur Verfügung stehen soll. Dann sei dieser Hafenteil zum Beispiel sehr schnell mit dem gegenüber liegenden Bereich Neustädter Hafen/ Güterverkehrszentrum Bremen verbunden. Auch liege im Zusammenhang mit der Weserquerung die Anfrage vor, den Industriehafenbereich zu vertiefen, so dass größere Schiffe abgefertigt werden könnten, was sich wiederum günstig auf die Wettbewerbsfähigkeit der dort ansässigen Hafenfirmen auswirken dürfte. Die 2003 gegründete ISH bietet heute über ihre 34 Mitgliedsbetriebe rund 2700 Arbeitsplätze und 150 Ausbildungsplätze. (eha)
ISH: Bremische Häfen mit Zukunftsperspektive
Bremer Wirtschaft fordert: An Gemeinschaft aller Häfen denken