Das Brüsseler Büro der Internationalen Straßentransport-Union (Iru) hat das Europäische Parlament (EP) in einer Erklärung aufgefordert, die Empfehlungen seines Berichterstatters Stephen Hughes zum Richtlinienentwurf über EU-einheitliche Arbeitszeiten für Lkw- und Busfahrer abzulehnen. Der britische Sozialdemokrat schlägt vor, die Nachtarbeitszeit auf acht und nicht – wie die EU-Verkehrsminister beschlossen haben – auf zehn Stunden zu begrenzen. Das bringt nach Ansicht der Iru mehr Fahrten am Tage und damit mehr Staus, höhere Kosten und weniger Wettbewerbsfähigkeit. Zum anderen sei es inakzeptabel, die Beifahrerzeit nicht als "Bereitschaftszeit", sondern als Arbeitszeit anzusehen. Nicht einverstanden ist die Iru auch damit, die selbstständigen Fahrer automatisch drei Jahre nach Umsetzung der Richtlinie in diese einzubeziehen. Das sollte abhängig gemacht werden von den Auswirkungen des Ausschlusses der Selbstständigen, wozu es eine Untersuchung geben müsse. Der Hughes-Bericht bereitet die zweite EP-Lesung der umstrittenen Gesetzesvorlage am 2. Juli vor. (vr/dw)
Iru gegen Hughes-Report zur Fahrer-Arbeitszeit
Iru: Begrenzung der Nacharbeitszeit auf acht Stunden bringt mehr Staus