Brüssel. Die EU-Kommission will noch vor Jahresende über die Einbeziehung der selbstständigen Berufskraftfahrer in die bisher nur für Angestellte geltende EG-Arbeitszeitrichtlinie 2002/15 entscheiden. Darüber informierte Johann Friedrich Colsman aus dem Kabinett von EU-Verkehrskommissar Tajani gestern Abend bei einer Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Internationalen Straßentransport-Union (IRU) in Brüssel. EU-Landverkehrsdirektor Enrico Pasquarelli teilte mit, dass sich die Kommission am Bau von drei LKW-Sicherheitsparkplätzen an EU-Grenzübergängen zu Russland beteilige. Der belgische EU-Abgeordnete Mathieu Grosch würdigte den Güterkraftverkehr als Transportsektor, der in der EU-Frachtbeförderung durch Leistung und Flexibilität die größte Rolle spiele. Dies spiegele sich auch in der Mitgliederzahl der IRU wider, die 180 Berufsverbände in 74 Ländern vereine. IRU-Präsident Janusz Lacny verwies darauf, dass der Weltverband der Straßentransporteure 1948 „in Partnerschaft mit der UNO gegründet wurde, um Motor bei der Erneuerung Europas zu sein“. Der LKW sei der einzige Verkehrsträger, der in der Haus-zu-Haus-Warenlieferung alle Geschäftsbereiche bediene, sagte Lacny. (dw)
IRU feiert 60. Geburtstag
EU-Kommission entscheidet noch vor Jahresende über die Einbeziehung der selbstständigen Berufskraftfahrer in die EG-Arbeitszeitrichtlinie