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Innovationspreis Gefahr/gut 2013 geht an ECTN und Sick

Bei der Übergabe des Preises (v.l.): Rudolf Gebhardt, Redaktion Gefahr/gut, Ralf Resch, Leiter Ressort Verkehr ADAC, Rainer Kienreich, Geschäftsführer Asfinag Service, Helmut Maier, Geschäftsführer Sick Österreich, Andreas Tarnocki, Geschäftsführer ECTN/Sick Schweiz und Laudator Alfred Winklhofer, IHK Schwaben.
© Foto: Daniela Schulte-Brader

Die internationale Unternehmensgruppe hat die begehrte Trophäe für die Entwicklung des Vehicle Hot Spot Detectors gewonnen, den die Asfinag am Karawankentunnel betreibt.


Datum:
08.05.2013
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München. Mit dem so genannten Vehicle Hot Spot Detector hat der Schweizer Datenerfassungsspezialist ECTN, eine Tochter der deutschen Unternehmensgruppe Sick, den Innovationspreis Gefahr/gut 2013 gewonnen. Das Gerät misst die Temperaturen der verschiedenen Bereiche von LKW und Bussen im Vorbeifahren, um gefährliche Überhitzungen – und damit potenzielle Brandherde – an einzelnen Fahrzeugteilen festzustellen.

 „Dadurch können überhitzte Fahrzeuge rechtzeitig gestoppt werden, bevor sie in kritische Bereiche einfahren“, sagte Alfred Winklhofer als Vertreter der Preisrichter. Und weiter: „Größter Vorteil des Produkts ist die vollautomatische Messung im freien Verkehrsfluss.“ Der Gefahrgutexperte der IHK Schwaben hielt die Laudatio auf den Gewinner anlässlich der Verleihung des Innovationspreises am 6. Mai in München. Sie findet traditionell am ersten Abend der Münchner Gefahrguttage statt, die die SV Veranstaltungen ausrichtet.

 Hot Spot am Karawankentunnel

Eingesetzt wird der Vehicle Hot Spot Detector vom Autobahnbetreiber Asfinag am Karawankentunnel, der Österreich mit seinem südlichen Nachbarn Slowenien verbindet. Vor der Einfahrt in den Tunnel werden dort alle Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen Gewicht mit Laserscannern und Wärmebildkameras erfasst. Aus deren Daten erstellt die Software ein dreidimensionales Modell, das die Temperaturen der einzelnen Fahrzeugteile zeigt. Das Programm erkennt, ob es sich um einen LKW, Reisebus, Transporter oder PKW handelt. Dank der detaillierten Daten kann es sogar die verschiedenen Teile des Fahrzeugs wie Räder, Motor, Auspuffanlage oder Ladefläche eindeutig identifizieren.

 Überschreitet nun die Temperatur eines dieser Bereiche die vorgegebenen Grenzwerte, alarmiert der Detector sofort das Verkehrsmanagementsystem des Tunnels. Das verdächtige Fahrzeug wird automatisch ausgeschleust und vom Asfinag-Fachpersonal untersucht. Laster und Busse mit heiß gelaufenen Bremsen oder anderen gefährlich überhitzten Stellen können somit kein Sicherheitsrisiko mehr in der engen Tunnelröhre bilden.

 „Ein Brand im Tunnel gehört zu den schlimmsten Katastrophen, mit denen Rettungskräfte zu kämpfen haben“, erklärte Dr. Ralf Resch, Leiter Ressort Verkehr des ADAC. In Anwesenheit von 150 geladenen Gästen überreichte er Urkunde und Siegerpokal an die Gewinner mit den Worten: „Umso mehr freue ich mich, dass wir heute ein System zur Vermeidung von Fahrzeugbränden in Tunneln prämieren dürfen“.

 

In der kommenden Ausgabe des Magazins Gefahr/gut, die am 24. Mai erscheint, lesen Sie den ausführlichen Bericht über den Preisträger und seine Neuentwicklung. (gg/gh)

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