Magdeburg. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD) fordert ein Tempolimit auf Autobahnen. Mit Pilotprojekten in Sachsen-Anhalt auf Abschnitten ohne elektronische Anzeigetafeln wolle er eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 130 Kilometern pro Stunde, um zu testen, welche Auswirkungen dies auf das Unfallgeschehen habe. Einen entsprechenden Vorschlag habe er dem Verkehrsministerium des Landes vorgelegt. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Tempolimit positive Auswirkungen hätte", sagte Hövelmann am Mittwoch in Magdeburg, wo er die Verkehrsunfallbilanz des ersten Halbjahres vorstellte. Besorgniserregend an ihr sei, dass 16 Prozent der getöteten Unfallopfer auf Sachsen-Anhalts Autobahnen zu Tode kämen, obwohl nur etwa fünf Prozent aller Unfälle dort registriert wurden. "Deshalb sind die Überlegungen für ein generelles Tempolimit auf unseren Autobahnen für mich nicht vom Tisch", sagte Hövelmann. Die Pilotprojekte soll es vor allem auf Teilen der Autobahnen A 14 (Dresden-Magdeburg) und A 9 (Berlin-München) in Sachsen-Anhalt geben, wo es keine Anlagen zur automatischen Verkehrsbeeinflussung gibt. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) hatte sich bislang stets gegen das von der SPD geforderte generelle Tempolimit auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. (dpa)
Innenminister von Sachsen-Anhalt will Pilotprojekte für Tempolimit auf Autobahnen
Holger Hövelmann fordert Geschwindigkeitsbeschränkung auf 130 Stundenkilometer