Lüneburg/Schwerin. Zur Verbesserung der Anbindung der norddeutschen Häfen fordert die Industrie den zügigen Ausbau der Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover. Über den geplanten Ausbau bis Lüneburg hinaus solle ein drittes Gleis bis Uelzen gelegt werden, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) am Freitag in Lüneburg. Die IHK begrüßte den von der Bahn ins Auge gefassten zweigleisigen Ausbau der Linie Uelzen-Stendal für Güterzüge Richtung Süden. Damit Züge vom künftigen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven diese Ausweichroute nutzen könnten, müssen auch die Strecke Bremen-Uelzen ausgebaut werden, erklärte die IHK. Auch die Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern forderten den Ausbau der Verkehrsnetze. Die Lage Mecklenburg-Vorpommerns an der Ostsee sei ein echter Standortvorteil für Logistikunternehmen, erklärte der Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft der Kammern im Nordosten, Hans Thon. Neben den Ostseehäfen und den Eisenbahnstrecken böten auch die A20, die A19 sowie die im Bau befindliche Autobahn 14 gute Voraussetzungen für das Land, um zu einer Drehscheibe des Verkehrs im Ostseeraum zu werden. Allerdings seien die zeitlichen Verzögerungen bei der Fertigstellung der A14 und der B96n auf Rügen für die Wirtschaft kaum nachvollziehbar. (dpa/ag)
Industrie fordert Ausbau der Verkehrsnetze
Handelskammern wollen zügige Ausbau der Verkehrsnetze für den Gütertransport