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ICA hebt die Preise im internationalen Kombinierten Verkehr um fünf Prozent an

Intercontainer Austria will die Preise deutlich anheben
© Foto: RCA

ÖBB-Tochter kündigt die Neugestaltung des nationalen Intermodalverkehrs und des Vor- und Nachlaufverkehrs an


Datum:
21.12.2010
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Wien. Intercontainer Austria (ICA) hat in einem Brief an seine Kunden die Erhöhung der Preise in den internationalen und kontinentalen Verkehren „um ca. 5 Prozent" angekündigt. Wirksam werden soll die Verteuerung zum 1. Januar 2011, wie eine Unternehmenssprecherin mitteilte. Begründet wird die Anhebung mit Kostenerhöhungen sowie mit der „ohnehin sehr angespannten wirtschaftlichen Situation" des Unternehmens. Keine Angaben wollte ICA zu der Höhe der Verluste im KV machen. 

Hauptgesellschafter der ICA ist die Rail Cargo Austria (RCA), die wiederum zu den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gehört. 15 Prozent der Anteile von ICA hält der deutsche Kombioperateur Kombiverkehr.

ICA kündigte zudem an, dass derzeit viele RCA Zugprodukte analysiert, verändert und neu bewertet werden. „Besonders der nationale intermodale Verkehr verursacht einen hohen Verlustbeitrag und ist mit kleinen Schritten nicht zu sanieren", heißt es in einer Mitteilung. Derzeit arbeitet der Operateur an der Neugestaltung des nationalen Intermodalverkehrs und des Vor- und Nachlaufverkehrs. Geplant ist ein intermodales Ganzzugsnetz innerhalb Österreichs. Umsetzungszeitpunkt soll der 1. April 2011 sein. ICA teilte weiter mit, dass bis dahin die Preise für den nationalen Verkehr und den Vor- und Nachlaufverkehr zu den Terminals konstant bleiben. Auf den internationalen Routen sollen keine Verbindungen gekappt werden. „Jedoch wird weiterhin an Optimierungen gearbeitet", teilte die Sprecherin mit.

International erweitert ICA sein Netzwerk sogar. Ab 14. Januar 2011 bieten die Österreicher neben den bereits bestehenden, täglichen Zügen vom Ruhrgebiet über Wels und Wien nach Budapest (BILK) zusätzlich von und nach Österreich drei Rundläufe pro Woche in die Türkei (Halkali), zwei Rundläufe die Woche nach Rumänien (Arad und Bukarest) und eine wöchentliche Anbindung nach Griechenland und Mazedonien an. 

Der Vorstandsvorsitzende der ÖBB Holding und Aufsichtsratsvorsitzende der RCA, Christian Kern, hatte Anfang Dezember ein umfangreiches Sanierungsprogramm für die Güterverkehrstochter angekündigt. Ursachen seien die Wirtschaftskrise, die RCA laut Kern wesentlich härter als andere Unternehmensteile getroffen hat. Eine weitere, massive Belastung sei der Erwerb der ungarischen Güterverkehrsbahn, MAV Cargo, jetzt RCHungaria. Zudem habe RCA in der Vergangenheit mit zu hohen Kosten und ineffizient produziert, und teilweise Preise angeboten, die die Kosten nicht gedeckt haben. Deshalb hatte Kern Veränderungen angekündigt, die auch die Kunden belasten werden. (cd) 

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