IATA verlangt neue Rechte für die Luftfahrtindustrie

11.02.2009 10:05 Uhr
ddp
Aufgrund der Wirtschaftskrise sind immer mehr Flugzeuge am Boden als in der Luft (Bild: ddp)
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Durch die weltweite Rezession kommt es zu starken Einbrüchen bei den Im- und Exportmengen

Der internationale Luftfrachtverkehr fiel in 2008 für das Gesamtjahr gegenüber 2007 um vier Prozent. Im Dezember betrug der Abfall laut International Air Transport Association (IATA) sogar 22,6 Prozent. Die Luftfahrtorganisation rief nach strukturellen Änderungen in der Industrie, um einem „beispielslosen und schockierenden“ Wirtschaftseinbruch zu begegnen. „Selbst im September 2001, als ein Großteil der globalen Flotte am Boden blieb, betrug der Abfall nur 13,9 Prozent. „Wir wollen keine Notverkäufe. Wir müssen die Besitzstands-Regelungen ändern. Jedes zweite Unternehmen hat die Möglichkeit globales Kapital zu erhalten und die Fähigkeit grenzüberschreitend zu fusionieren. Um die Krise zu überleben, brauchen Fluglinien die gleichen Möglichkeiten“, sagte der Leiter der IATA, Giovanni Bisignani. Der internationale Passagierverkehr fiel um 4,6 Prozent in 2008 im Vergleich zum Vorjahr. Der internationale Ladungsfaktor lag bei 73,8 Prozent. „Der Zusammenbruch in der Luftfahrtindustrie ist das Resultat eines 20 bis 30-prozentigen Einbruchs bei den Im- und Export-Volumina im Dezember in Asien, Nordamerika und Europa durch die weltweite Rezession“, besagt eine IATA-Darstellung. Asien-Pazifik-Fluglinien, die 45 Prozent des weltweiten Frachtverkehrs bewältigen, erfuhren einen Volumenabfall von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die lateinamerikanischen Fluglinien verzeichneten einen Abfall von 23,7 Prozent. Fluglinien in Nordamerika lagen bei 22,2 Prozent und in Europa bei 21,2 Prozent. Den Mittleren Osten traf es dagegen mit 9,2 Prozent und Afrika mit acht Prozent weniger so hart. „2009 entwickelt sich zum härtesten Jahr seit Einführung der internationalen Luftfahrt. Der Abfall im Dezember führt uns in unergründete Regionen und der Boden ist nicht in Sicht“, sagte Bisignani. Die Fluglinien verzeichneten einen Verlust von fünf Milliarden US-Dollar (rund 3,9 Milliarden Euro) in 2008. Für 2009 sagt die IATA weitere Verluste von zirka 1,95 Milliarden Euro voraus. Weiterhin soll der Passagierverkehr um drei Prozent, das Frachtvolumen um fünf Prozent und der Ertrag um drei Prozent sinken. Das Einkommen der gesamten Industrie soll um rund 27 Milliarden Euro einbrechen. (rup)

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