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Hundt hält Tarifforderungen für überzogen

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt plädiert für Mäßigung der Arbeitnehmer
© Foto: BDA

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt lehnt aktuelle Forderungen der Gewerkschaften nach Einkommenserhöhungen bis zu sieben Prozent ab


Datum:
28.01.2011
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Berlin. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften nach Einkommenserhöhungen bis zu sieben Prozent als überzogen zurückgewiesen. Auch wenn sich die Wirtschaft derzeit besser als erwartet entwickele, kämen die Forderungen „aus dem Wolkenkuckucksheim und sind vollkommen illusionär", sagte Hundt am Freitag in Berlin. Der wirtschaftliche Aufholprozess nach dem Einbruch um 4,7 Prozent im vergangenen Jahr sei noch längst nicht stabil und auch „kein Selbstläufer".

An Forderungen liegen derzeit auf dem Tisch: Bau plus 5,9 Prozent; Chemie 6-7 Prozent; Deutsche Telekom 6,5 Prozent, mindestens 170 Euro; Versicherungen 6 Prozent; Textil- und Bekleidungsindustrie 5 Prozent; Öffentlicher Dienst Länder 50 Euro plus 3 Prozent.

Solche Lohnerhöhungen sind nach Ansicht von Hundt weder durch die wirtschaftlichen Prognosen noch durch die Entwicklung der letzten zwei Jahre „zusammengenommen" zu rechtfertigen. Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sprach sich zudem gegen einen Pilotabschluss aus, an den sich alle anderen dranhängen. „Auch 2011 wird es keinen tarifpolitischen Geleitzug geben können." Vielmehr seien differenzierte Lösungen nötig.

Die Beschäftigten sollten durchaus „reale Lohnerhöhungen" erhalten. „Wir werden uns dafür einsetzen, die flexible und produktivitätsorientierte Tarifpolitik der letzten Jahre fortzusetzen." Den Abschluss von 2,7 Prozent für die Metall- und Elektroindustrie hält er für eine gute Lösung. Die Arbeitnehmer hätten vom Wirtschaftsaufschwung ohnehin bereits profitiert, etwa durch Abbau der Kurzarbeit, Sonderzahlungen oder vorgezogene Tariferhöhungen. Die Bundesregierung geht im Jahreswirtschaftsbericht für 2011 von plus 2,1 Prozent bei den Tariflöhnen aus. (dpa) 

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