Die Gesellschafter von Kombiverkehr haben mit deutlicher Mehrheit beschlossen, das Konzept zur Aufnahme von DB Cargo voranzutreiben. Gudrun Winner-Athens, die stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates von Kombiverkehr, hatte das Konzept auf der Gesellschafterversammlung in Frankfurt erläutert. Es sieht unter anderem vor, dass DB Cargo sich zu 50 Prozent an Kombiverkehr beteiligt und dafür ein ebenso hohes Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung und im Verwaltungsrat des Operateurs erhält. Trotz kritischer Äußerungen von einigen Gesellschaftern gab es nur ein paar vereinzelte Gegenstimmen. Die positive Entwicklung aus dem Jahr 2000 hat sich auch in den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt. Im nationalen Verkehr wurde im Kombi Netz 2000 + und bei den Ostseehäfenzügen ein Plus von rund 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die ersten Monate des Jahres 2000 wegen der Produktionsumstellung schwächer ausgefallen war. Im international unbegleiteten Verkehr betrug der Zuwachs von Januar bis April fast 7 Prozent. Vor allem der Italienverkehr hat positiv zu dem Ergebnis beigetragen. Trotz der Kooperation mit DB Cargo wird Kombiverkehr ab dem 1. Oktober selbst einen Zug nach Italien anbieten. Dabei handelt es sich zunächst um einen Pilotbetrieb in Zusammenarbeit mit RTC, einer in Italien neu gegründeten privaten Eisenbahngesellschaft. Täglich sollen je zwei Züge zwischen München und Verona verkehren. (vr/cd)
Hürde genommen: DB Cargo steigt bei Kombiverkehr ein
DB Cargo beteiligt sich zu 50 Prozent an Kombiverkehr. Die Beteiligung soll bis Anfang 2002 umgesetzt werden.