HSH-Nordbank startet Abbaubank

01.12.2009 14:17 Uhr
HSH Nordbank
Das Kerngeschäft der HSH NOrdbank, die Finanzierungen von Schiffen und Flugzeugen, soll erhalten bleiben
© Foto: HSH Nordbank

Kerngeschäft der Finanzierungen von Schiffen und Flugzeugen soll erhalten bleiben / Auf abgespaltene Einheit entfällt Bilanzsumme von 100 Milliarden Euro

Hamburg. Die angeschlagene HSH Nordbank hat ihre zur Sanierung notwendige Abbaubank gestartet. Auf diese abgespaltete Einheit mit etwa dem Kreditersatzgeschäft sowie ausländischen Immobilienfinanzierungen entfällt mit einer Bilanzsumme von 100 Milliarden Euro etwa die Hälfte des Geschäfts. „Die 'Restructuring Unit' ist keine 'Bad Bank', denn ihr sind auch attraktive, profitable Geschäftsfelder zugeordnet, die nicht mehr zur künftigen Strategie der HSH Nordbank passen“, teilte Vorstandsmitglied Martin van Gemmeren am Dienstag mit. Im verbleibenden Kerngeschäft konzentriert sich das Geldinstitut auf Finanzierungen von Schiffen, Flugzeugen sowie Solar- und Windanlagen. Bei der Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein ist von Januar bis September 2009 ein Verlust von 821 Millionen Euro aufgelaufen (Gesamtjahr 2008: 2,8 Mrd Euro). Das Geldinstitut konnte in der weltweiten Finanzkrise nur mit Unterstützung der beiden Länder gerettet werden, die 13 Milliarden Euro bereitstellten. Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher rechnet für 2011 mit positiven Ergebnissen der Bank. HSH-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper will an diesem Mittwoch ein neues Vorstandsvergütungsmodell vorstellen. Bislang galt eine Deckelung der Bezüge auf 500.000 Euro im Jahr. Der schleswig- holsteinische Landtag hatte beschlossen, neuen Managern eine „variable, am langfristigen Erfolg des Konzerns orientierte Zusatzvergütung“ zu ermöglichen. Dabei geht es um die Frage, ob neue Manager, wenn sie zur krisengebeutelten HSH Nordbank wechseln, Boni ansparen können. Diese dürfen aber erst ausgezahlt werden, wenn die Bank über den Berg ist und dem Manager kein Missmanagement nachgewiesen werden kann. Der Hamburger Senat traf dazu noch keine neue Entscheidung. Die Bürgerschaft hatte am 1. April 2009 die Decklung auf eine halbe Million Euro beschlossen. Eine Bestätigung dieses Beschlusses wurde aber Anfang November vom Haushaltsausschuss abgelehnt. (dpa)

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