Athen. Die Hoffnungen auf einen Verkauf der defizitären griechischen Fluggesellschaft Olympic Airlines schwinden: Eine Ausschreibung mit einem erhofften Verkaufspreis von insgesamt 107,2 Millionen Euro ist ohne Ergebnis geblieben. Verschiedene Investoren boten nur rund 72,5 Millionen Euro an. Wie das griechische Fernsehen am Donnerstag berichtete, appellierte Griechenlands Entwicklungsminister Kostas Chatzidakis an die griechischen Unternehmer, etwas zur Rettung der traditionsreichen Fluglinie zu unternehmen. „Die Regierung appelliert jetzt an den Patriotismus“, sagte der Minister. Athen und die EU-Kommission hatten im September 2008 beschlossen, die Fluglinie bis Anfang 2009 zu schließen. Dabei sollten tausende Stellen entfallen. Nach der Schließung sollte die Fluglinie im Zuge einer Privatisierung vorübergehend den Betrieb wieder aufnehmen. Die neue Fluggesellschaft sollte deutlich kleiner sein. Das Personal sollte von heute 8000 auf nur 1000 Beschäftigte drastisch verringert werden. Die EU-Kommission hatte in den vergangenen Jahren Olympic verpflichtet, illegale Staatshilfen von mindestens 150 Millionen Euro zurückzuzahlen. Zudem musste die Olympic weitere 540 Millionen Euro an nicht gezahlten Steuern und Sozialabgaben an den Staat zurückzahlen. Die in den 1960er-Jahren von dem legendären Reeder Aristoteles Onassis gegründete Fluglinie ist seit 1975 in griechischem Staatsbesitz. (dpa)
Hoffnungen auf Olympic-Airlines-Verkaufsplan schwinden
Griechenlands Regierung plädiert für Rettung der Fluggesellschaft