Hamburg: Auf großes Interesse stößt die vom Hamburger Senat angestrebte Teilprivatisierung der Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA). Nach VerkehrsRundschau-Informationen liegen inzwischen über 100 Interessenbekundungen vor. Indes hat die jetzt bekannt gewordene Absicht des Senats, die Speicherstadt-Immobilien und den Bereich St.Pauli-Fischmarkt, aus dem HHLA-Verbund herauszulösen und dafür dem Unternehmen im Gegenzug rund 250 Millionen Euro „gut zu schreiben", auch im Konzern-Vorstand zu ersten Reaktionen geführt. HHLA-Vorstand Klaus-Dieter Peters soll, so erfuhr die VerkehrsRundschau, seine „Besorgnis" über diese Absicht gegenüber dem Senat zum Ausdruck gebracht haben. Schließlich gehöre die Speicherstadt, die heute den Kern der im Aufbau befindlichen Hafencity darstellt, seit ihrem Bau vor rund 120 Jahren zur HHLA beziehungsweise deren Vorgängerfirma. Ein solcher Schritt schwäche das Unternehmen, so ist zu vernehmen. Der Senat drückt in dem Veräußerungsprozess unterdessen auf das Tempo. Bis Mitte Januar 2007 soll eine Entscheidung fallen, wer bei der HHLA einsteigt. (eha)
HHLA-Privatisierung: Interessenten stehen Schlange
Nach VR-Information liegen mehr als 100 Interessenbekundungen vor: Entscheidung soll Mitte Januar fallen