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HHLA-Containerterminal: Arbeit am Burchardkai wieder aufgenommen

08.11.2023 10:09 Uhr | Lesezeit: 2 min
Container-Terminal Burchardkai, Hafen Hamburg, Containerumschlag, CMA CGM
Der Burchardkai (CTB) ist einer der drei Hamburger HHLA-Containerterminals
© Foto: Dietmar Hasenpusch/HHLA

Arbeitnehmer der Hamburger Hafengesellschaft HHLA sehen bei einem Einstieg der weltgrößten Reederei MSC schlimme Zeiten auf die Belegschaft zukommen. Schon jetzt verlangen sie einen Rettungstarifvertrag - und beginnen, sich zu wehren.

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Aus Protest gegen den vereinbarten Einstieg der weltgrößten Containerreederei MSC beim Hamburger Hafenlogistiker HHLA hatten Beschäftigte ihre Arbeit am Burchardkai (CTB) am Dienstag, den 7. November niedergelegt. Der Betrieb am CTB habe am Dienstagabend wieder begonnen und laufe aktuell an allen Verkehrsträgern, teilte eine HHLA-Sprecherin am Mittwochmorgen, den 8. November mit. 

Der Burchardkai (CTB), ist einer der drei Hamburger HHLA-Containerterminals,  Das Unternehmen hatte am Dienstag mitgeteilt, der Betrieb am CTB sei aufgrund der Proteste eingestellt. „Vorstand, Geschäftsführung und Führungskräfte sind im engen Austausch mit den Beschäftigten, damit die Arbeitsunterbrechung schnellstmöglich beendet und der Betrieb am CTB wieder aufgenommen werden kann“, hieß es zum damaligen Zeitpunkt.

Arbeitsrechtliche Maßnahmen eingeleitet

Das unentschuldigte Fernbleiben vom Arbeitsplatz gelte grundsätzlich als Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten, hieß es in der Mitteilung. „Aufgrund der derzeitigen Situation am CTB hat die HHLA arbeitsrechtliche Maßnahmen eingeleitet.“

Die HHLA machte keine Angaben darüber, wie viele Beschäftigte sich an der Aktion beteiligen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Betriebsrat gegen MSC-Einstieg

„Seit der Nachtschicht läuft wieder alles“, bestätigte ein Sprecher des Betriebsrates am 8.November. Nach seiner Darstellung handelte es sich um eine spontane Aktion von Beschäftigten, zu der die Betriebsräte nicht aufgerufen hatten. „Im Kollektiv hat man beschlossen, vor die Tür zu gehen“, sagte er.

Der Konzernbetriebsrat hatte sich strikt gegen einen MSC-Einstieg ausgesprochen. Betriebsratschef Christian Baranowski schloss am Freitag, den 3. November aber Aufrufe zu Streiks oder Demonstrationen wegen des Betriebsverfassungsgesetzes aus. Es gebe jedoch Gespräche der Belegschaft mit der Gewerkschaft Verdi.

Der Betriebsrat verlangt einen Rettungstarifvertrag, „der den Erhalt der HHLA AG mit all seinen Gesellschaften und seiner Struktur sichert“. Dazu zählten Standortgarantien und der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.

Dem Protest vorangegangen: Empfehlung an Aktionäre der HHLA

Vorstand und Aufsichtsrat der städtischen HHLA hatten den Aktionären am Montag, den 6. November die Annahme des MSC-Übernahmeangebots empfohlen. Unter anderem hebt das Hamburger Unternehmen hervor, dass es maßgebliche Zusagen für die Mitarbeiter gebe.

So würden betriebsbedingte Kündigungen für mindestens fünf Jahre ausgeschlossen. Für die Beschäftigten sei festgehalten, dass die Mitbestimmung erhalten bleibe, hatten Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard und Finanzsenator Andreas Dressel erklärt.

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